8. Juni 2019

Leben im Hier und Jetzt. Eine Lebens-Aufgabe

Meine Vergangenheit ist abgeschlossen und liegt im wahrsten Wortsinn hinter mir. Anstatt mich immer wieder (so wie früher)  mit ihr zu beschäftigen, lebe ich immer mehr und bewusster mein jetziges, momentanes Leben und schaue nach Vorne.

Das "Hier und Jetzt" ist der Bereich des Lebens, der mir alle Möglichkeiten bietet, und ich dem ich die Weichen dafür stellen kann, wie meine Zukunft sich gestaltet, beziehungsweise, ich sie gestalten möchte. 

Im vergangenen Jahr hatte ich die Möglichkeit an einem Webinar mit dem dem schönen Titel "Gehen mit dem, was ist" teilzunehmen. Ich hatte mich dafür angemeldet, weil ich immer wieder feststelle, wie schwer es mir fällt, mich tatsächlich ganz auf die Gegenwart zu konzentrieren. Denn immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich dazu neige, mich in möglichen, höchst spekulativen und lediglich auf vagen Annahmen basierenden, zukünftigen Situationen zu verstricken und auch zu verlieren. Dies gilt insbesondere für mit anderen Menschen zusammenhängende Lebenssituationen. 

"Was ist, wenn sie oder er sich möglicherweise so oder so entscheidet?" 
"Was geschieht mit mir, wie werde ich darauf reagieren, mich fühlen, mich verhalten?"

Diese Gedankengänge bereiten mir "Kopfzerbrechen" und innere Unruhe. Und es fällt mir außerordentlich schwer, mich davon zu lösen und wieder in die Gegenwart, die so ganz anders ist: nämlich tatsächlich schön, leicht und unbeschwert - zurückzukehren und mich darauf zu konzentrieren, es zu genießen und darin zu verweilen. 

Betrachte ich mein aktuelles "Hier und Jetzt", dann sehe ich Folgendes: 
Ich erlebe eine unglaublich schöpferische Phase, in der sehr viele, für mich wichtige Texte und Gedichte entstehen. Ich schöpfe aus dem Vollen, aus der Fülle. 

An meiner Seite habe ich einen wundervollen Menschen, mit dem ich in einer ganz besonderen und einzigartigen, tiefen und innigen Liebe vereint bin. Dieser Mensch, er bereichert, inspiriert und ergänzt mich und mein Leben ganz wundervoll. Und ich erlebe mit ihm immer wieder wunderbare und fröhliche, leichte Momente und Situationen. Ich erlebe und erfahre die Liebe meines Lebens.

Immer mehr lerne ich mich kennen und mache die Erfahrung, dass ich die Fähigkeit besitze, anderen Menschen zu helfen, sie zu trösten und aufzufangen.

So betrachtet, habe ich wunderbares und erfülltes Leben! Warum also begebe ich mich immer wieder mit meinen Gedanken und Gefühlen in Bereiche, in denen ich mich sichtlich unwohl fühle? Schließlich weiß ich, dass mit meinen Gedanken und Gefühle selbst darüber entscheide, wie es mir geht. 

Womöglich liegt es daran, dass ich mir selbst und dem Schönen, Wahrhaftigen in meinem Leben noch nicht vollumfänglich vertraue, weil es noch relativ neu und eben "ungewohnt" ist. Es ist also an mir, mich daran zu gewöhnen, es mir selbst-verständlich zu machen.

Leben im "Hier und Jetzt": Frei und unabhängig. Dankbar für das, was ist. Fokussiert und ganz bei mir Sein. Darauf kommt es an!













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