4. Mai 2019

Neue Erkenntnisse zu Vertrauen und Dankbarkeit

Seitdem ich vor über einem Jahr damit begonnen habe, regelmäßig zu meditieren, habe ich mich immer besser kennengelernt. Dabei mache ich immer wieder die Erfahrung, dass keine Meditation der anderen gleicht, sondern, dass jede mir neue Erfahrungen und Erkenntnisse über mein komplexes Innenleben beschert.

Das ist im ersten Moment nicht immer angenehm. Denn insbesondere dann, wenn ich während der Meditation Unruhe, diffuse Ängste und Unzufriedenheit wahrnehme, stehen diese Qualitäten im Gegensatz zu dem, was ich in meinem Leben, in meinem Sein dauerhaft etablieren möchte. 

Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht verwunderlich, dass ich genau diese Erfahrungen mache. Denn der Satz "Ich bin", mit dem ich seit geraumer Zeit in der Meditation arbeite, wirkt wie ein alles erhellendes Licht, dem nichts verborgen bleibt. Es ist also genau richtig, dass mir auch dieses Unangenehme immer wieder bewusst wird, damit ich es allmählich umwandeln, transformieren, "erlösen" kann.

Es ist mir dabei eine große Hilfe, dass ich mich gleichzeitig so intensiv mit den Qualitäten Dankbarkeit und Vertrauen beschäftige, und mich darum bemühe, die Substanz dieser Qualitäten immer mehr zu erfassen und ihre Wirkung auf mich zu ergründen und ergebnisoffen zuzulassen. Dabei gelange ich immer wieder zu neuen und wertvollen Erkenntnissen darüber, wie diese Qualitäten zusammenhängen und zusammenwirken

Das "Oberthema", dem ich mich seit Längerem widme, ist das Thema Liebe. Und je mehr ich mich darauf einlasse, umso umfassender erscheint mir dieser Seinszustand. Immer mehr erkenne ich, dass Liebe das genaue Gegenteil von Anstrengung und Kompliziertheit ist. Denn Liebe ist einfach. 

Ich als unvollkommener Mensch dagegen, bin aber nach meiner Veranlagung und aufgrund meiner Biografie kompliziert, und darauf geeicht zu glauben, mich immerzu anstrengen zu müssen; so sehr, dass ich die grundsätzliche Einfachheit des Seins allzu oft aus dem Blick verliere. Ich neige sehr dazu, mich in hochkomplexen Gedanken zu verlieren und zu "verknoten", anstatt einfach "nur" zu sein. Manchmal nahezu verzweifelt, suche ich nach gedanklichen Lösungen, anstatt, innerlich entspannt, meiner Intuition zu gestatten, mich zu leiten.

"Ich bin verbunden mit allem Guten!" Und: "Ich bin vertrauensvoll!" sind die beiden Sätze, die ich heute Morgen während meiner Meditation geschenkt bekommen habe, als mich meine innere Unruhe wieder einmal "hatte". Und mit einem Mal wusste und spürte ich, dass diese beiden Zuschreibungen mich wieder mit meiner Intuition verbinden und mich mit mir versöhnen, mich zurück ins seelische Gleichgewicht bringen. 

Dankbarkeit und Vertrauen sind für mich ganz substantielle, ja "wesentliche" (meinem Wesen elementar zugehörige) und immens wichtige, untrennbar mit der Liebe verbundene, Qualitäten und Leitlinien für mein Leben und mein Sein. 

Liebe ist Vertrauen und Dankbarkeit. Und noch vieles mehr, dem ich mich weiter zuwende.





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