30. März 2019

Auf der Suche nach der Liebe

Als Kind, als Jugendlicher und auch als junger Erwachsener habe ich nach meinem Empfinden nie wirklich erfahren, was Liebe ist. Das, was mir von mir nahestehenden Menschen, meinen Eltern, Geschwistern und Freund*Innen entgegengebracht wurde, habe ich bestenfalls als "Zugewandtheit" oder "Sympathie" erlebt, immer in Abhängigkeit von meinem Verhalten und meiner damaligen, äußerst inkonsistenten und brüchigen inneren Verfasstheit. Was Liebe wirklich ist, was sie ausmacht, wie sie sich anfühlt: davon hatte ich keinerlei Vorstellung.

Womöglich ist dieses starke und prägende Mangel-Erlebnis die Ursache dafür, dass das Thema "Liebe" heutzutage eine solch zentrale Bedeutung für mich hat. Während und seit meiner Genesung ist es ständig präsent in meinem Leben und beschäftigt mich.

Auf den unterschiedlichsten Wegen habe ich inzwischen versucht, einen wirklichen Zugang dazu zu finden; beispielsweise indem ich mir rein abstrakt immer wieder vor Augen gehalten habe, dass ich zu lieben grundsätzlich imstande bin und auch in meinem Umgang mit anderen Menschen immer wieder Liebe erfahre. Aber das "richtige" Gefühl dazu wollte sich bislang nicht einstellen. 

Auch meine bisherigen Texte und Gedichte über die Liebe haben sich für mich als nicht einmal annähernd nachhaltig erwiesen. Es waren flüchtige Momente. Das Gleiche gilt auch für mein Gefühl gegenüber anderen Menschen. Rein verstandesmäßig "weiß" ich, dass es nur Liebe sein kann, die mich mit diesen Menschen verbindet. Aber noch immer ist dieses Empfinden nicht wirklich fest in mir verwurzelt; sondern es hängt stark davon ab, wie es mir gerade geht, und ist damit den noch immer vorhandenen Unsicherheiten und Schwankungen in meiner Seele unterworfen. 

Ungeachtet all dieser Schwierigkeiten und Unsicherheiten, die allein in mir begründet sind, ist Liebe DAS zentrale Thema für mich. Und ich verbinde mit ihr all meine Hoffnung auf Entwicklung und auf ein Leben in Glück, dauerhaftem inneren Frieden und Harmonie. Ich glaube fest daran, dass die Liebe "der" Schlüssel zu all diesen Qualitäten ist.

Ich verstehe, nein, ich begreife ganz allmählich, dass ich, um Liebe zu erfahren und sie wirklich zu leben, nicht viel tun muss. Außer, mich ihr bedingungslos zu öffnen und ihr Zutritt zu mir und zu meinem Leben zu gewähren. Dieses mich bedingungslos Öffnen bedeutet aber nicht, ausnahmslos alles hinzunehmen, was mir widerfährt. Ich darf mich wehren und mich Dingen verweigern, die mir Unbehagen bereiten. Ich darf ängstlich und unsicher sein. Verzweifelt. Ich darf alles tun und alles sein. Und lasse mich dabei von der Liebe leiten.






26. März 2019

Sorgen gemacht

"Ich mache mir Sorgen um dich!" oder: "Ich habe mir Sorgen um dich gemacht!" sind zunächst scheinbar harmlose Formulierungen, mit denen wir vordergründig unsere Verbundenheit oder unser Mitgefühl gegenüber einem anderen Menschen ausdrücken.

Aber wenn ich diesen Formulierungen einmal etwas tiefer nachspüre, bekommen sie mit einem Mal einen ganz anderen, weniger schönen Beigeschmack: Sie lösen beim Adressaten nämlich ein schlechtes Gewissen aus. Wahlweise dafür, dass er/sie sich beim Anderen nicht eher gemeldet hat, oder deswegen, weil er/sie sich vielleicht nicht so verhalten oder nicht in dem Maße seinem Gegenüber geöffnet hat, wie diese(r) es sich möglicher Weise wünscht oder erwartet.

Es geht also mit dem sich "Sorgen machen" in Wirklichkeit gar nicht so sehr um um das Gegenüber, sondern viel mehr um einen selbst. Außerdem besagt allein die Formulierung ja schon, dass ich etwas kreiere, das vorher gar nicht nicht vorhanden, nicht existent war, und für das es möglicherweise auch keinen konkreten Grund gibt.

"Ich mache mir Sorgen" ist damit eine willentliche Entscheidung, die bei Weitem nicht so uneigennützig ist, wie sie zunächst den Anschein hat. Denn sie birgt das Potential in sich, sein Gegenüber zu beeinflussen, zu manipulieren. Sie greift in die Freiheit des Anderen sein, sich so zu verhalten, wie er/ sie es im Moment für richtig hält. Und ich drücke mit ihr aus, dass ich dieses Verhalten, aus welchen Gründen auch immer, im Innersten nicht akzeptieren, nicht gutheißen kann.

Für mich ist dieses "sich Sorgen machen" auch ein Hinweis darauf, dass es mir an Vertrauen mangelt; Vertrauen dahingehend, dass mein Gegenüber selbst für sich sorgen (!) kann und am besten weiß, was ihm/ihr im Moment guttut.
Außerdem bedeutet wirkliche Freiheit ja auch, dass ich mich selbst auch mal wenig achtsam, wenig liebevoll behandeln kann und darf. Und dafür ganz allein die Verantwortung trage. Nicht mein Gegenüber.

Wenn es meinem Gegenüber tatsächlich schlecht geht, dann ist "mir Sorgen machen" überdies wenig hilfreich. Denn zusätzlich zu der vielleicht schon ohnehin schwierigen Situation, bürde ich ihm/ihr noch meine Gefühle auf, anstatt zu schauen, wie ich konkret helfen kann. Wenn mein Gegenüber es möchte und zulässt. Vollkommen freiwillig.

25. März 2019

Die Freiheit, die ich meine. Eine Annäherung

Immer deutlicher spüre ich, wie immens wichtig mir meine persönliche Freiheit und meine vollständige, vollumfängliche innere Unabhängigkeit von anderen Menschen ist.

In der Vergangenheit musste ich immer wieder erleben, dass mir mein innerer Freiraum in Bezug auf meine Lebensgestaltung und die "Angemessenheit" meiner Gefühle nicht zugestanden und immer wieder in Zweifel gezogen wurde. Ich wurde genötigt, mich für mein So-Sein, für das, was ich tue oder nicht tue, zu erklären, seelisch zu entblößen und zu rechtfertigen. Diese Erfahrungen waren äußerst schmerzvoll und traumatisierend für mich.

Auch in jüngster Zeit gerate ich immer wieder in vergleichbare Situationen, die mir ähnliches Empfinden und ein sehr starkes Unwohlsein bescheren: Ich fühle mich massiv unter Druck gesetzt, mich und mein Handeln auch gegen meinen Willen zu erklären und meine tiefsten, privatesten Gefühle und auch Unsicherheiten zu offenbaren.

Durch diese Erfahrungen gelange ich immer mehr zu der Frage, was mir Freiheit und meine persönlichen Frei-Räume eigentlich bedeuten. Wie wichtig ist mir meine Freiheit? Und was heißt Frei-Raum überhaupt? 

Immer mehr erkenne ich, dass meine Unabhängigkeit und meine Freiheit mein höchstes Gut sind. Sie bedeuten für mich, dass ich frei-willig entscheiden kann, welche Verpflichtungen ich eingehe, ohne das Gefühl zu entwickeln, hier in irgendeiner Weise von Außen bedrängt und genötigt zu werden, damit mein Gegenüber seine individuellen Vorstellungen davon, wie ich in seinen/ihren Augen zu handeln und zu sein habe, durchsetzen kann. Ich möchte nicht so sein (müssen), wie andere Menschen glauben oder sich womöglich wünschen, wie ich für sie, im Umgang mit ihnen, zu sein habe. Nur, damit sie zufrieden sind. 

Ich bin es gründlich leid, die Wünsche, die heimlichen, versteckten und unausgesprochenen Erwartungen und Vorstellungen anderer Menschen zu bedienen. Stattdessen möchte ich mich gänzlich ungestört ent-falten. Ich möchte mich in meinem, allerpersönlichsten Freiraum, ohne schlechtes Gewissen und ohne jeden Zweifel ent-spannen; so sein können/dürfen, wie ich nun einmal bin, damit ich mich im Innersten wirklich wohlfühle: mit mir selbst und meinen Mitmenschen.

Das heißt konkret: Gespräche nur dann zu führen, wenn es für mich wirklich stimmig ist. Mich nur in dem Maß zu zeigen und auch im Innersten zu offenbaren, wenn mir tatsächlich danach ist. Und mich nach Außen abzuschotten, wenn ich das Bedürfnis danach habe; ohne, dass mein Gegenüber meine diesbezüglichen Motive hinterfragt oder gar kritisiert und bewertet.

Selbstverständlich gilt all das, was ich mir für mich wünsche, auch für alle anderen Menschen. Und ich bin mir durchaus bewusst, dass auch ich noch längst nicht vollkommen frei davon bin, meine versteckten Wünsche, Erwartungen und Wertungen unwillkürlich, unbewusst, auf andere Menschen zu projizieren; gerade dann, wenn sie mir nahestehen und sehr viel bedeuten.

In meinem gestrigen Text schrieb ich über Vertrauen und Ehrlichkeit. Beide (mir im Übrigen sehr wichtigen) Qualitäten hängen für mich untrennbar zusammen mit der ganz persönlichen Freiheit. Denn sie lassen sich nicht von Außen verordnen, erwarten, oder gar erzwingen. Überhaupt entstehen, sich allmählich entwickeln und wachsen können sie nämlich nur in vollkommener Freiwilligkeit und innerer, tiefer Entspannung.

Je mehr ich diesem Thema nachspüre, umso deutlicher wird mir, dass auch die Liebe hier eine ganz zentrale Rolle spielt: So, wie ich sie in den letzten Jahren erfahren und erleben durfte, ist sie unglaublich vielfältig und facettenreich. Damit ist sie aber auch nicht nur "Friede, Freude und pure Glückseligkeit". Sondern sie beinhaltet gleichermaßen Auseinandersetzung, sich mühen und manchmal auch schmerzhafte Klarheit: nämlich dann, wenn einem durch das Gegenüber eigene Baustellen, verborgene Verletzungen und Urängste offenbart werden. Oder, wenn einem im Miteinander die eigenen Defizite in Bezug auf  Selbst-Liebe erst so richtig bewusst werden. 

Freiheit, Ehrlichkeit, Vertrauen und Liebe: Sie sind für mich die wichtigsten und zugleich die am Schwersten zu be-greifenden und zu erfassenden Entwicklungsqualitäten, mit denen ich immer wieder konfrontiert werde und die mich immer wieder auf unterschiedlichste Weise beschäftigen. So lange, bis ich sie wirklich verinnerlicht habe. Frei-Willig.











24. März 2019

Ein paar Sätze zu (Selbst) Vertrauen und Ehrlichkeit

In letzter Zeit werde ich immer wieder damit konfrontiert, dass es mir an Vertrauen mangelt. Sowohl mir selbst gegenüber, als auch bei anderen, mir sehr nahestehenden Menschen. Immer wieder gerate ich in Situationen, in denen ich mir darüber unsicher bin, ob meine Entscheidungen, mein Handeln und Fühlen tatsächlich "richtig" und "angemessen" ist. Entsprechend ergeht es mir auch dann, wenn es darum geht, einem mir lieben Menschen vollständig zu vertrauen (wie innen, so außen). Oder darauf zu vertrauen, dass zwischen uns tatsächlich alles gut und "in Ordnung" ist. 

Dieses immer wieder "darauf gestoßen Werden" stimmt mich gerade ziemlich traurig. Denn ich hatte geglaubt, an diesem Punkt schon viel weiter zu sein. Aber es scheint, als ob es in mir noch immer etwas gibt, das sich mit großer Vehemenz weigert, an dieser Stelle einfach loszulassen.

Vom Verstand her weiß ich, dass es keine "falschen" oder "unangemessenen" Gefühle gibt. Genauso weiß ich, dass ich meiner inneren Stimme im Prinzip vertrauen kann. Also geht es wohl darum, mir auch diese Unsicherheit und Verletzlichkeit zuzugestehen. Es geht um die Balance zwischen Denken und Fühlen, deren offensichtliches Fehlen sich mir an dieser Stelle so deutlich offenbart.

Manchmal ist es wirklich schwer und tut weh, mir selbst gegenüber ohne jeden Vorbehalt ehrlich zu sein und genau hinzuschauen; obwohl gerade Ehrlichkeit mir selbst und auch anderen gegenüber sehr wichtig für mich ist. Woran liegt das?  Hat es etwas mit meiner Vergangenheit zu tun? Mit tiefen Verletzungen, von denen ich erst jetzt spüre, dass sie noch vorhanden sind? 

Ich werde dem weiter nachgehen...

21. März 2019

Eigenverantwortung vs Schuld - Mal darüber nachgedacht (Für Matthias)

Gestern hatte ich ein sehr berührendes Gespräch mit meinem "großen" Bruder, bei dem es um die Themen ging, über die ich zur Zeit immer wieder schreibe. Er und ich stehen uns sehr nah, trotz aller Unterschiedlichkeiten. Und er ist einer der Menschen, die mir mit wirklich tiefem Verständnis und ganz viel Liebe begegnen. Meine Themen und meine Herangehensweise berühren und erfreuen ihn offensichtlich sehr. Und wenn wir darüber sprechen, schwingt bei ihm immer ein wenig Bewunderung dafür mit, wie sehr ich in den vergangenen Jahren an mir gearbeitet und wie viel sich in meinem Leben zum Guten verändert hat.

Gestern nun kamen wir auf das Thema "Verantwortlichkeit" in Bezug auf unsere Lebensgestaltung und  -ausrichtung zu sprechen. Dabei wurde mir nochmals sehr deutlich, dass ich trotz aller frühkindlich - biografischen Vorbelastungen, für mein gesamtes Leben als "Erwachsener" ganz alleine die Verantwortung trage, inklusive sämtlicher Lebenskrisen und Brüche. Es gibt also niemanden, den ich für mein Fehlverhalten, mein Scheitern und mein damaliges Unvermögen, mit diesen Situationen adäquat umzugehen, zur Verantwortung ziehen, und ihm die "Schuld" dafür zuweisen könnte. Außerdem konnte ich mir erneut vor Augen führen, dass ich trotz aller damals erlittenen Traumata, meiner verstorbenen Mutter aus ganzem Herzen vergeben habe und voller Zuneigung und Mitgefühl für ihr schweres Leben, an sie denke.

Warum ist mir dieser Aspekt der eigenen Verantwortlichkeit und Vergebung so wichtig? Auf meinen gestrigen Text "Was ich wirklich will" bekam ich einen Kommentar von jemandem, der aus dem Text eine von mir angeblich noch immer innerlich gelebte Opferrolle herauszulesen glaubte, verbunden mit der verborgenen Suche nach einem "Helfer". Dieser subjektive Eindruck hatte diesen Menschen wohl unangenehm berührt. Durch das Gespräch mit meinem Bruder wurde nun mein ursprüngliches Gefühl, dass dieser Mensch einem Irrtum aufgesessen war, deutlich bestärkt. Es wurde zur Gewissheit.

Allerdings bin ich diesem Menschen im Nachhinein sehr dankbar dafür, noch einmal mit dieser für mich und mein Leben sehr wichtigen Fragestellung in Berührung gekommen zu sein. Denn dass ich auf diesen Eindruck so klar, ohne jede Unsicherheit und selbstverständlich reagieren konnte, zeigt mir, dass ich mich von dem Vergangenem inzwischen tatsächlich vollständig gelöst habe. Ich bin für mein Leben selbst und vollständig verantwortlich. Und das ist gut so! 

Manche meiner gegenwärtigen Gedanken und Gefühle mögen sich zwar noch immer auf vergangenen Ereignissen gründen. Doch umso wichtiger ist es, mir dies zu vergegenwärtigen und einzugestehen. Denn je ehrlicher ich in solchen Situationen mit mir selbst umgehe, desto freier kann ich darüber entscheiden, wie es weitergeht. 

Zur Zeit übe ich mich an jedem Tag ganz bewusst darin, mit dem zu gehen, was JETZT ist. Ich nehme mich ganz bewusst und aufmerksam wahr. Ich mache mir ebenso bewusst keine Gedanken zu Projekten, Plänen und Wünschen, weil ich spüre, dass es im Moment "nicht dran ist". 

Diese Haltung bereitet mir zwischenzeitlich immer wieder Schwierigkeiten, weil ich nunmal dazu neige, den Kopf "in den Wolken zu tragen". Tai Chi und Meditation helfen mir sehr dabei, mich zu erden, ganz bei mir zu sein. Und dafür bin ich sehr dankbar!



20. März 2019

Was ich wirklich will

Mir ist meine innere Unabhängigkeit sehr wichtig. Und es nervt mich jedes Mal, wenn andere Menschen versuchen, mir zu erzählen, was ihrer Meinung nach gut für mich ist, oder was ich ihrer Auffassung nach besser bleiben lassen sollte.

Natürlich bin ich auch dankbar für Anregungen. Denn manchmal bin ich in Bezug auf mich selbst ziemlich betriebsblind, zu sehr verstrickt in liebgewonnene Gewohnheiten und Rituale, die zu hinterfragen mir nicht in den Sinn kommt. In solchen Fällen kann ein liebevoller "Stupser" von außen sehr hilfreich sein.

Ich versuche zur Zeit, mehr zu mir selbst zu finden. Zu schauen, was ist mir wirklich wichtig, was möchte ich in meinem Leben noch erreichen, welche Qualitäten möchte ich noch mehr verinnerlichen. Oder, wie Carolin Stark es so treffend sinngemäß formuliert hat: "Was ist meine Essenz, mein roter Faden im Leben?"

Gestern wurde ich mit der Sichtweise konfrontiert, dass meine Präsenz in den sozialen Medien "fishing for compliments" sei. Das hat mich im ersten Moment ziemlich getroffen. Und natürlich habe ich mich gefragt, ob es tatsächlich so ist. Dabei sind mir ein paar Dinge klar geworden: Die Kontakte, die ich auf diese Weise knüpfen konnte, die Menschen, die mir hier begegnet sind: sie sind mir ans Herz gewachsen und wichtig. Und ich liebe den Austausch mit ihnen und die Anregungen, die ich von ihnen immer wieder bekomme. Sie sind für mich inzwischen unverzichtbar, denn ich tauge nicht zum Eremiten.

Das Schreiben von Artikeln, Texten, Gedichten und Büchern ist ein integraler Bestandteil meines Wesens, meines Seins. Zu Schreiben bedeutet für mich, mich zu sortieren, mir über Wichtiges klar zu werden, mit mir ins Reine zu kommen. Es bedeutet auch, mich zeigen zu können, unverfälscht und echt. Es ist eine Art Gegengewicht zu den längst vergangenen Zeiten der inneren Emigration, des Schweigens und Unterdrückens von Empfindungen und Gedanken. Zu schreiben bedeutet für mich unter anderem, mich von Belastendem zu befreien. 

Ich sehe, erlebe mich als Schriftsteller und bin zutiefst davon überzeugt, dass ich etwas zu sagen habe und das Talent besitze, meine Gedanken auf anregende, berührende Weise zu vermitteln. Es ist mir ein tiefes Bedürfnis und Anliegen, dies zu tun. Und dabei geht es mir nicht darum zu beweisen oder zu zeigen, wie unglaublich toll ich bin

Aber Schriftsteller zu sein, beinhaltet auch den Wunsch nach Resonanz, nach gelesen Werden, nach Austausch über das Geschriebene. Das ist ganz natürlich und nichts Kritikwürdiges. Denn ich dränge mich nicht auf. Ich glaube vielmehr, der Wunsch nach wahrgenommen- und gesehen Werden, liegt in jedem Menschen verborgen. Denn wir Menschen sind nach meiner Überzeugung zumindest dem Grunde nach soziale und kommunikative Wesen, die das Miteinander essentiell benötigen.

Das Schriftsteller-Sein ist nur eine von wohl unzähligen Facetten meines Wesens. Aber dafür eine mir sehr wichtige. Eine weitere, mir wichtige Facette ist mein Wunsch nach Austausch und Anregungen. Auch möchte ich mit meinen Erfahrungen anderen Menschen auf ihrem Weg helfen. Ganz uneigennützig. Ich nehme es niemandem übel, wenn er oder sie mit meinen Texten, meinen Gedanken und Überzeugungen nichts anzufangen weiß. Denn ich muss oder möchte niemanden gegen seinen Willen überzeugen. Auch halte ich meine Gedanken nicht für der Weisheit letzter Schluss. Ich bin fehlbar und unperfekt. Und so Manches von mir Geschriebene würde ich heute komplett anders schreiben, weil ich es inzwischen anders sehe. Mein Wesen, mein Sein ist der ständigen Veränderung unterworfen. Es entwickelt sich

Den/die Eine(n) oder Andere(n) höre ich jetzt sagen: "Warum rechtfertigst du dich für das was du tust? Es ist schließlich allein deine Angelegenheit!" Damit bin ich an einem "wunden Punkt" angelangt: Es ist ein tiefer Wunsch von mir, verstanden werden! Denn es ist mir nicht egal, ob andere Menschen mich verstehen oder nicht. Hier fühle ich mich sehr leicht gekränkt und bin noch weit davon entfernt, innerlich wirklich frei und unabhängig zu sein. Dies ist eine sehr alte und tief sitzende Verletzung, die noch aus meiner Kindheit herrührt. 

Bewusst geworden ist sie mir erst durch das Schreiben dieses Textes. Damit habe ich mich wieder ein Stückchen mehr verstanden. Und ihr vielleicht auch.


18. März 2019

Sein und Bewusst-Sein

Auch wenn es mir nicht leicht gefallen ist, und es mir noch immer nicht leicht fällt: Ich habe in den letzten Tagen versucht, vollständig zur Ruhe zu kommen; innerlich und äußerlich. Keine Gedanken an meine Projekte. Kein Nachdenken, bzw. zwanghaftes Grübeln über Herzenswünsche, Erfolg oder innere Entwicklung. Und tatsächlich hat sich ganz allmählich so etwas wie Entspannung in mir eingestellt. Bei weitem nicht vollkommen, aber doch so, dass ich sie tatsächlich spüren kann. Hin und wieder.

Immer dann, wenn meine Gedanken sich verselbstständigen wollten, habe ich mir bewusst gemacht, dass ich im Moment einfach nur sein möchte; ohne gezielte Zuschreibungen und ohne jedwede bestimmende und mich ablenkende Definition.

Schriftsteller-Sein, Seelenforscher-Sein, mich immer weiter entwickeln, den Heiligen Gral suchen: Das alles hat mich in den letzten Monaten mächtig auf Trab gehalten. So sehr, dass ich mich und mir wichtige Menschen völlig aus dem Blick verloren hatte. Die Frage: "Wer bin ich?" hatte mich so sehr im Griff, dass ich vollkommen vergessen hatte, einfach nur zu sein.  

In den letzten Tagen habe ich viel Zeit damit verbracht, mich und meinen Körper, meine Umgebung einfach nur zu spüren, wahrzunehmen und mir zu sagen: "Ich bin".  Das hat mich wieder ein wenig geerdet. Und ich habe begriffen, dass irgendetwas oder irgendjemand sein zu wollen, kein Selbstzweck, geschweige denn, wirklich zielführend für mich ist.

Immer wieder bin ich auf den Satz der Gewahrseins-Expertin Andrea Löffler gestoßen: "Gehen mit dem, was gerade ist." Ich konnte mir ein- und zugestehen, dass ich müde und erschöpft bin; dass ich traurig und ratlos bin; dass ich zur Zeit keine Antworten und keine Fragen habe. Ich habe das erste Mal seit Langem geweint: vor lauter Erschöpfung und, weil ich so wenig liebevoll und achtsam mit mir umgegangen bin. 

Es fällt mir unglaublich schwer, wirklich abzuschalten und mich auszuruhen. Denn das Gefühl, im umfassenden Sinn kreativ, präsent und sichtbar sein zu müssen, ist noch immer sehr stark. Ich fühle mich getrieben und, wie auch immer, verpflichtet, jemand und etwas sein zu müssen.

Die Worte: "Ich bin!", ohne jede weitere Zuschreibung, beruhigen mich. Und ich werde mit ihnen noch sehr viel Zeit verbringen und mich darin üben, einfach nur zu sein.


13. März 2019

Die eigene Mitte finden - Eine erste Annäherung


Schon vor einigen Jahrzehnten wurde mir von verschiedenen, mir nahestehenden Menschen immer wieder attestiert, dass ich sehr oft "nicht in meiner Mitte" sei. Was genau damit gemeint war, davon hatte ich nur eine ungefähre, sehr unbestimmte Vorstellung, die mir jedoch das Gefühl eines starken, seelischen Mangels vermittelte.

Was mich damals sehr verunsicherte, hat mich jetzt wieder eingeholt. Denn die Frage, vor der ich zurzeit stehe lautet: Was genau ist mit "der Mitte" eigentlich gemeint? Geht es um die physische Mitte, die rein äußerlich am Bauchnabel, und innenliegend beim Darm lokalisiert ist? Oder geht es vielmehr um die "innere Mitte"; das seelisch-geistige Zentrum des Menschen? Offen gestanden, empfinde ich diese Frage als äußerst schwierig und komplex. Denn auf welche Weise kann ich mich diesem so vielschichtigen Thema annähern?

In verschiedenen Texten habe ich immer wieder darüber geschrieben, dass ich ein bisweilen sehr absoluter, in Extremen lebender, fühlender und denkender Mensch bin. Sehr häufig neige ich dazu, die Dinge nur "schwarz-weiß", als entweder gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm zu betrachten. Auch die mir eigene, charakteristische Ungeduld ist ein Spiegel dieser Absolutheit. Genauso, wie meine Neigung, mich in zu vielen Ideen und eher vagen Wünschen zu verzetteln, anstatt diese deutlich und in Ruhe zu sortieren und zu priorisieren.

Seitdem ich Tai Chi lerne und praktiziere, rückt das Thema "In der Mitte Sein" immer mehr in den (bezeichnender Weise) "Mittelpunkt" meiner Aufmerksamkeit. Dies gilt gleichermaßen für meine Meditationspraxis. Denn auch in der Meditation geht es im Wesentlichen um inneres Gleichgewicht, um die Ausgewogenheit zwischen Denken und Fühlen.

Im Tai Chi Unterricht werden wir immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die einzelnen Bewegungen ihren Ursprung in der Körpermitte haben und auch nur von dort ihre Natürlichkeit, ihr "Fließen" erhalten. So wie ich das verstehe, hat das "Chi", die Lebensenergie, seinen Sitz genau dort, in der Körpermitte.

Allerdings sprechen wir, wenn es um innere Ausgewogenheit geht, immer von "herzlich Sein", oder von "Warmherzigkeit". Auch sind es "Herzenswünsche", die uns dazu bewegen, etwas uns Wichtiges zu tun: sei es für uns selbst, oder für andere Menschen. Auch der Satz: "Hör auf dein Herz!" hat hier wohl seinen Ursprung. Doch auch hier gilt es, so zumindest ist mein erster, ungefährer Eindruck,  Ausgewogenheit zwischen Verstand und Gefühl herzustellen und sich nicht vermeintlich zwischen Gefühl und Verstand entscheiden zu müssen. Denn genau an dieser Stelle lauert, so glaube ich, wieder die Gefahr, in Einseitigkeit und in Extreme zu verfallen, wenn ich entweder mein Gefühl oder meinen Verstand bevorzuge.

Denken ohne Fühlen führt nach meiner Wahrnehmung zu "herz-losen" Entscheidungen. Fühlen ohne Denken führt wiederum zu Impulsivität, die sowohl für mich, als auch für meine Mitmenschen oft unangenehme Konsequenzen haben kann, eben weil das Handeln nicht „durch-dacht“ war.

Worum also geht es? Mein allererster Eindruck ist, dass, wenn es mir gelingt, diese Ausgewogenheit für einen Moment zu erlangen, ich tatsächlich mit mir im Reinen bin, mich "ausgeglichen", leicht und zufrieden fühle. Ich bin innerlich ruhig und entspannt. Nichts drängt oder treibt mich. Meine Gedanken sind friedlich und ich bin meinen Mitmenschen und mir selbst, herzlich zugewandt und offen. Diesen inneren Zustand empfinde ich als harmonisch und für mein weiteres Leben als überaus erstrebenswert.

10. März 2019

Fragen auf dem Weg zu mir. Oder was heißt "Ego"?

"Ich bin auf dem Weg zu mir." Dieser Satz war heute Morgen plötzlich da, als ich meine Morgenmeditation gemacht habe. Und das erste Mal seit Langem verspüre ich dabei so etwas wie inneren Frieden. Denn es ist mein ganz persönlicher Weg, über dessen Richtung ich ganz allein entscheide.

Die letzten Tage waren sehr durchwachsen. Ich war und bin noch immer ziemlich erschöpft. Und wenn ich genauer hinschaue, sind da auch unendlich viele Zweifel an mir und an der Richtigkeit dessen, woran ich bisher gearbeitet habe. Ich stelle fest, dass ich mich in zu vielen Themen getummelt habe, ohne sie wirklich zu durchdringen. Und ich habe mich dabei völlig aus dem Blick verloren. Die dabei für mich wesentlichen, nachgerade substantiellen Fragen lauten immer deutlicher: "Wer bin ich?" Und: "Wohin bin ich unterwegs?" Und: "Was ist mit Selbstliebe?"

Immer wieder gelange ich an den Punkt, an dem ich in mir eine sehr mächtige Bedürftigkeit nach Resonanz und Zustimmung erlebe. Ich sehne mich nach Bestätigung und nach Applaus. Diese Sehnsüchte haben großen Druck auf mich ausgeübt, so viel zu schreiben und zu veröffentlichen. Ich wollte unbedingt gesehen, wahrgenommen und anerkannt werden. Aber warumDie Antwort darauf ist so einfach wie beschämend: Weil ich mir selbst nicht genüge!


Mir ist es für mich ganz persönlich wichtig, spirituell zu sein und dies auch zu leben. Aber muss ich diese innere Haltung deshalb nach außen tragen, quasi als "Markenzeichen" für meine Bücher und Texte? Oder als "offizielle", persönliche Zuschreibung, als mir zugehörige Eigenschaft? 


Bisher habe ich mir eingeredet, meine eigentliche und überaus edle Intention sei es, andere Menschen zu ermutigen und zu berühren mit meinen Texten und Gedichten. Zum Teil stimmt das auch. Aber ein ebenso großer Anteil bestand in Wirklichkeit aus meinem Verlangen nach Sichtbarkeit. Mir das einzugestehen, kostet mich gerade sehr viel Überwindung. Denn ich fühle mich ertappt und schäme mich dafür. Und bin damit in meinen Augen ein Stück unglaubwürdiger und weniger authentisch geworden.

Heute Morgen wurde mir bewusst, dass ich diese Anteile meines Wesens ablehne. Ich mag sie nicht und sie stören mich zutiefst. Sie entsprechen in keiner Weise dem, wie ich in meinem Innersten sein möchte. Nämlich frei von Egoismus und Selbstsucht. Aber was ist so falsch daran? Schließlich sind es doch  so menschliche Eigenschaften. Und ich bin ohne jeden Zweifel ein Mensch. 

Gerade in jüngster Zeit bin ich immer wieder auf "spirituelle" Texte gestoßen, in denen von der Überwindung des "Egos" (was auch immer dieser Begriff bedeuten soll) die Rede war. Und wie wichtig es ist, dieses zu transformieren für eine bessere und eben "spirituelle Gesellschaft". 

Überwindung des "Egos"? Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr Zweifel kommen mir an der an der Richtigkeit und Substanz dieser Vision. Zumindest mein Leben ist voll von Situationen und Begegnungen, in denen sich dieses "Ego" sehr deutlich und unüberhörbar zu Wort meldet. Und, beeinflusst von der Vielzahl der eben erwähnten Schriften und Überzeugungen, bewerte ich mein "Ego" unwillkürlich als negativ und falsch. Ist es das wirklich? Denn schließlich gehört es zu mir dazu und ist ein Teil von mir. 

Was soll ich also tun? Es mit aller Macht unterdrücken und zum Schweigen bringen? Mich in letzter Konsequenz dem alltäglichen Leben, meinen Bedürfnissen und Wünschen entziehen, weil sie nach dieser Definition "egoistisch" und damit "falsch" sind?

Immer mehr halte ich diese Sichtweise für weltfremd, lebensverneinend und überheblich. Auch habe ich nicht das geringste Interesse daran, meine Existenz auf eine nicht näher definierte und äußerst nebulöse "nächste Stufe" zu bringen, von der so oft die Rede ist. Auf der das "Ego" nicht mehr existiert und stattdessen Friede, Freude, Einheit und Eierkuchen herrscht.

Ich fühle mich durch diese einseitigen, überaus weltfremden und ablehnenden Zuschreibungen massiv unter Druck gesetzt. Sie passen nicht zu mir und zu meinem Weg. Und ich habe mit meinem "diesseitigen" Leben genug zu tun. Bin damit vollends ausgelastet. Das spüre ich immer deutlicher.

Mein größter Wunsch in diesem Leben ist es, mit mir im Reinen zu sein.  Glücklich zu sein mit mir und den Menschen in meinem Leben. Zuneigung zu geben und zu bekommen. Mich zu wertschätzen und gewertschätzt zu werden. Frei zu sein von Ängsten und Zweifeln. Erfolgreich zu sein. Nach jeweils meiner ureigensten Definition. Ist das jetzt unspirituell oder gar egoistisch? Falls ja: Es ist mir scheißegal! 


Ich möchte mich von irgendwelchen Etiketten, Zuschreibungen und festgefügten, "unumstößlichen" Zuschreibungen befreien. Mich mit mir selbst versöhnen. Mein Leben leben, wie es mir gut tut. In Frieden und in Freiheit. Mit mir und den Menschen, die sich mir aus den gleichen Motiven zugehörig fühlen. Und wen, außer mich selbst, hat es zu kümmern, ob dieses Leben "spirituell" ist, oder nicht?





8. März 2019

Ohne jede Zuschreibung

Gestern Abend war es so weit: Mit einem Mal habe ich mit heftiger Deutlichkeit gefühlt, dass ich eine Auszeit brauche. Eine Auszeit von der Arbeit. Eine Auszeit vom Präsent sein. Eine Auszeit vom mich unbedingt Entwickeln und Beschäftigt sein.

Seit fast zwei Jahren arbeite ich fast ununterbrochen. Ich habe Bücher, Gedichte und Artikel geschrieben. War ständig auf der Suche nach Themen. Hatte immer das Gefühl, ich müsste an mir und an meiner Entwicklung arbeiten. Mich zeigen und sichtbar sein für andere. Mich einmischen. Etwas erreichen.

Gestern Abend dann wurde mir zu meinem Entsetzen, meiner Überraschung, aber gleichzeitig auch zu meiner Erleichterung, bewusst, dass ich bei all dieser schon fast zwanghaften Aktivität Eines vergessen und aus dem Blick verloren habe: nämlich mich. 

Zwei Jahre ununterbrochene Arbeit an mir. Selbst an Tagen, an denen ich vermeintlich untätig war, war mein Geist permanent auf Höchstleistung. Immer auf der Suche nach dem nächsten Projekt, dem nächsten Thema. Und ich konnte mir nicht erklären, warum ein paar Tage zwischendurch,  während einer vermeintlicher Auszeit, keine wirkliche Erholung brachten. Jetzt weiß ich es: weil es keine wirkliche Aus-Zeit war.

Damit hat sich auch die immer wiederkehrende Frage der letzten Tage "Was will ich wirklich?" von selbst beantwortet: Ich möchte einfach nur sein! Denn ich bin unendlich erschöpft und müde. 
Bei all der Aktivität, der unbemerkten Überanstrengung, habe ich mich aus den Augen verloren. Bei all dem "ich bin dieses oder jenes", habe ich komplett vergessen, dass ich auch einfach nur sein kann; ohne jede Zuschreibung, ohne jede selbst auferlegte Verpflichtung und Sinnsuche.

Ich bin müde, erschöpft und traurig. Mein Herz ist schwer zur Zeit. 

Ich weiß nicht, wie es ist, wirklich zur Ruhe zu kommen. Wirklich und vollständig abzuschalten. Ich weiß nicht, wie es ist, tatsächlich nur auf mich zu hören. Was ich tatsächlich in meinem Innersten möchte und benötige. Einfach nur zu sein. 

Es fühlt sich seltsam an. Ungewohnt. Unbequem. Und gleichzeitig ist da diese große Sehnsucht nach Ruhe und nach völliger Stille. Nur lauschen und verstehen. Wer bin ich?

7. März 2019

Grenzerfahrungen. Oder mit dem Herzen denken

Eine Frage, die mich schon seit längerer Zeit beschäftigt und im Moment auch verunsichert, lautet: Was will ich wirklich? Und wo will ich hin mit meiner inneren Entwicklung, meinen Ideen und Projekten? Meine gesamte innere Unruhe, Genervtheit und Unzufriedenheit in den letzten Wochen mündet in diesen Fragestellungen.

Schon eine ganze Weile habe ich das Gefühl, dass irgendein, nicht wirklich zu greifender, aber bedeutsamer Umbruch in meinem Leben ansteht. Doch ich habe keine Ahnung, wohin die Reise gehen soll! Und es fällt mir außerordentlich schwer zu entscheiden, was im Moment am Wichtigsten für mich ist. Ist es mein neues Projekt? Ist es eher meine vollständige Gesundheit? Oder ist es meine Sichtbarkeit, zusammen mit dem sich dann auch hoffentlich  in Verkaufszahlen ausdrückenden Erfolg meiner Bücher, der im Moment deutlich spürbar stagniert? Offen gestanden: Ich weiß zur Zeit nicht, wo ich ansetzen soll

Meinen Verstand, meine Gedanken zur Ruhe bringen zu wollen, ist im Moment ein schier aussichtsloses Unterfangen. Ich eile von Idee zu Idee, von Gedanke zu Gedanke, ohne, dass ich zu einer gründlichen und nachhaltigen Lösung, oder in eine klare Richtung gelange. 
Habe ich Angst vor Veränderungen? Die Antwort lautet: Ja! Zumindest dann, wenn es sich um Veränderungen handelt, die ich nicht überblicken kann

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass unser Herz quasi ein eigenes "Gehirn" mit rund 40.000 eigenen Neuronen ist. Diese wiederum stehen in Kontakt mit unserem Gehirn und beeinflussen so unser Denken und Fühlen. Vielleicht stammt aus dem intuitiven Wissen über diese faszinierende Erkenntnis der Satz, man solle besser auf sein Herz hören, wenn es um Entscheidungen geht. Oder darum, was man tatsächlich im Leben möchte. Und wohl nicht umsonst ist immer wieder von "Herzenswünschen" die Rede. 

Womöglich ist unser Herz sogar in gewisser Weise klüger als unser Verstand. Sollte ich also versuchen, anstatt mit dem Kopf, mit dem Herzen zu denken? Es gibt Meditationen, die genau hier ansetzen. 

Bisher habe ich mich aber genau davor gescheut. Ich dachte immer, es sei eine "typisch weibliche" Eigenheit, dem Herzen so viel Raum zu gewähren. Und ich war immer stolz auf meinen vermeintlich so gut funktionierenden Verstand. Das ist wiederum "typisch männlich".

Doch womöglich bin ich an einem Punkt in meiner Entwicklung angelangt, an dem mein Verstand an seine Grenzen gelangt ist und wo ich vielleicht "den Sprung" zu meinem Herzen wagen sollte, um weiter zu kommen. Ich werde es versuchen.




5. März 2019

Geduldig sein - Eine große Herausforderung

Die Unruhe und die inneren Kämpfe der letzten Tage haben mir Eines ganz deutlich werden lassen: Es mangelt mir an Geduld. Sowohl mit anderen Menschen als auch mit mir selbst.

Ich werde ungeduldig, wenn mir etwas nicht auf Anhieb gelingen will, oder, wenn ein Projekt nicht so läuft, wie ich es mir erhofft habe. Auch mein starkes Bedürfnis nach unmittelbarer, direkter und klarer Kommunikation ist in seiner Substanz von großer innerer Unruhe geprägt.

Geduldig zu sein, bedeutet übrigens nicht, sämtliche Situationen, Begegnungen und Ereignisse kommentarlos und untätig hinzunehmen. Ich darf selbstverständlich Ärger verspüren und meinen Bedürfnissen deutlich Ausdruck verleihen. Aber Ungeduld verursacht innere Anspannung, die ich selbstverständlich auch meinem Gegenüber vermittle und die bei ihm zu entsprechenden Reaktionen führen kann. 

Hier kommt eine weitere, mit der Geduld eng verwandte und verbundene Qualität ins Spiel: Gelassenheit. Mit ihrer Hilfe lasse ich die Situation sich entfalten, lasse ich ihr Raum, sich so zu entwickeln, wie es richtig ist. Ich vertraue somit darauf, dass alles sich in der jeweils angemessenen Weise und im für mich richtigen Zeitrahmen zum Guten wendet. Ich entspanne mich in die Situation hinein. Oder, wie die Gestalttherapeutin und Gewahrseins-Expertin Andrea Löffler es immer wieder beschreibt: Ich gehe mit dem, was gerade ist.

Geduld, Gelassenheit und Vertrauen: Diese drei Qualitäten als innere Haltung aus tiefster, ureigener Überzeugung zu entdecken und zu verinnerlichen, sind unerlässlich sowohl für jede Form von innerer Entwicklung, als auch für jedes erwünschte Geschehen oder Ereignis im Leben.

Dass es mir so schwer fällt, gerade hiermit umzugehen, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass meine innere Entwicklung für mein Empfinden über so viele Jahre stagniert hat und ich zeitweilig das Gefühl hatte, ich mache Rück- statt Fortschritte. Seitdem ich genesen bin, habe ich den überaus starken Impuls, im Leben voranzukommen. Ich möchte Resultate erzielen, Fortschritte machen, Erfolg haben.

Mit Ungeduld erziele ich an dieser Stelle jedoch bestenfalls kurzfristige, nicht nachhaltige Ergebnisse, für die ich zudem unter Umständen einen hohen Preis zu zahlen habe: den Verlust meines inneren Gleichgewichts, meines Wohlbefindens. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich mir spitze Ohren wachsen lasse und zum Vulkanier werde, der alles vollkommen emotionslos und innerlich unbeteiligt geschehen lässt.

Womöglich ist Ungeduld in der richtigen Dosis sogar die richtige Triebfeder, um Bewegung ins Leben zu bringen und um Entwicklung überhaupt anzustoßen. Es kommt also auch hier auf die Balance an: Geduld und Ungeduld gegeneinander abzuwägen; jeweils passgenau auf die jeweilige Situation. 

Dies jeweils abspüren zu können erfordert wiederum vor allem Eines: Geduld.

4. März 2019

Vom Dunklen ans Licht

Die letzten Tage waren eine sehr anstrengende und emotionale Achterbahnfahrt für mich. In den wenigen ruhigen und wirklich klaren Momenten, während derer ich nicht von meinen Gefühlen dominiert wurde, hatte ich den Eindruck, dass ich mich inmitten tiefster Dunkelheit befand, aus der es kein Entkommen gab. So sehr ich mich auch darum bemühte, mir selbst mit Klarheit und liebevollem Verstehen zu begegnen: die Wut, die Verzweiflung, die Hilflosigkeit und meine tiefe Scham vor diesen geballten "dunklen" Gefühlen waren einfach zu mächtig.

Gestern Abend erhielt ich eine sehr lange E-Mail von einer lieben Freundin, in der sie mir ihre Eindrücke und Empfindungen mir gegenüber schilderte. Ein Abschnitt daraus berührte mich auf heilsame Weise ganz besonders tief: "Deine Ecken und Kanten, wie du sie selbst beschreibst, fühlten sich FÜR MICH auf einmal ganz anders an als ich dich vorher wahrgenommen hatte. Da war etwas barsches, hartes, fast rechthaberisches, aggressives. Und ich weiß, das ICH DAS daraus mache - ES SIND JA MEINE Gefühle, die ich empfand, und die waren nicht angenehm."  

Mit diesen Worten hatte sie etwas benannt, das mir bis dahin nicht wirklich klar war; wohl auch deswegen, weil ich es selbst bislang nicht wahrhaben wollte und nicht hinschauen konnte: meine barsche, harte, aggressive und rechthaberische Seite. Darüber bin ich sehr erschrocken und war (bin) ihr gleichzeitig überaus dankbar dafür, dass sie mich auf eine sehr behutsame und nicht (ver)urteilende Weise darauf aufmerksam gemacht hat. 

Dass ich eine sehr impulsive und, nach meinem offensichtlich sehr subjektiven Empfinden, überaus "klare" Seite in mir habe, war mir schon sehr lange bewusst. Aber dass hier offensichtlich mehr dahintersteckt, habe ich nicht erkennen können und wohl auch nicht wollen.

Aggressivität, Barschheit und Härte: Was steckt dahinter? Wenn ich hier genauer hinschaue, erkenne ich einen noch immer sehr verletzten und empfindsamen Anteil von mir, der das sehr starke Bedürfnis hat, sich auf diese Weise zu schützen und zu behaupten. Es ist der Teil von mir, von dem ich irrtümlich annahm, dass er seit meiner Genesung nicht mehr vorhanden sei. Doch er ist offensichtlich noch immer sehr lebendig und hatte sich in meinem Unterbewusstsein eingenistet. Dank dieser sehr lieben Rückmeldung ist es mir nun gelungen, ihn ans Licht zu holen. 

Ich konnte, oder besser durfte (weil ich es mir selbst erlaubt habe) gestern die Erkenntnis gewinnen, dass auch ich bei meiner noch so bewussten und selbstreflektierten Lebensweise nicht davor gefeit bin, bestimmte Eigenschaften auszublenden. Auch ich neige dazu, mir bestimmte Dinge "schön zu reden" und sie damit zu verharmlosen. 

Das ist im ersten Moment keine "schöne" Erkenntnis, wenn man so unsanft auf den Boden der Wirklichkeit geholt wird. Denn auch wenn ich ein spirituell bewusstes Leben führe, mich in Meditation und innerem Wachstum übe, bin ich noch lange kein übernatürliches Wesen mit Heiligenschein. Sondern ich bin und bleibe ein fehlbarer Mensch, der, wie jeder andere auch, dunkle und "unerlöste" Anteile in sich trägt. Damit bin ich jedoch weder "besser" noch "schlechter" als andere Menschen, sondern lediglich im umfassenden Sinn "menschlich".

Es hat etwas ungemein Befreiendes und Erleichterndes, auch diese Anteile meiner Individualität nun wahrnehmen und auf diese Weise an und mit ihnen arbeiten zu können. Und ich bin sehr dankbar für die Hilfe, die mir dabei zuteil wurde und auch hoffentlich weiter wird!




3. März 2019

Mit mir im Reinen sein können

Seit einigen Tagen verspüre ich eine starke innere Unzufriedenheit und Unruhe in mir. Ich hadere damit, dass ich in meinen vielfältigen Ideen und Wünschen in Bezug auf mein weiteres Leben keine Ordnung, keine klare Struktur und Stringenz erkennen und erlangen kann und fühle mich dem Strom meiner Gedanken und Gefühle ausgeliefert. Immer wieder werde ich darauf gestoßen, dass ich keine Geduld mit mir selbst aufbringen kann.

Diese innere Unruhe strahlt auch nach außen. Deshalb meide ich den intensiven Kontakt zu meinen Lieben, weil ich sie nicht unversehens da hineinziehen möchte und sie meinen Unfrieden spüren lassen möchte, indem ich ihn auf sie und ihr So-Sein projiziere. 

Mich nicht im direkten Kontakt mitzuteilen, ist sehr zwiespältig für mich: Denn einerseits verspüre ich den innigen Wunsch, mich zu öffnen, mich zu offenbaren; auf der Suche nach Trost und Zuspruch. Aber andererseits ist da diese große Scheu und Unsicherheit, die Angst vor Verletzung.

Immer wieder entdecke ich gleichzeitig sehr bewegende Texte, die sich mit Authentizität und sich selbst Treu sein beschäftigen. Die Quintessenz daraus ist immer die gleiche: Nämlich zu allererst zu mir selbst, zu meinem Weg stehen zu können und mich innerlich vollkommen unabhängig von anderen Menschen zu machen, von ihren Erwartungen, Meinungen und Zuschreibungen

Ist es eigentlich falsch, sich bedürftig zu fühlen? Bedürftig nach Nähe, Zuspruch und Trost von außen? Auch hier fühle ich mich hin- und hergerissen. Offenbart sich in diesem Bedürfnis vielleicht ein Mangel, eine Schwäche? Und darf ich schwach sein und Mangel empfinden? 

Innere Ruhe und Seelenfrieden empfinde ich jedes Mal, wenn ich meditiere. All die mich ansonsten so aufwühlenden Gefühle und Gedanken sind dort nicht vorhanden. Ich fühle mich  in der Meditation eins mit mir, angekommen, zuhause. Genauso ist es, wenn ich meine Tai-Chi Übungen praktiziere. 

Mein Verstand weiß genau, dass all diese widerstreitenden Empfindungen und Gedanken "normal" und menschlich sind. Und er weiß, dass all diese Qualitäten ihren Platz in mir, ihre Berechtigung haben und nichts sind, wofür ich mich schämen muss. Trotzdem schäme ich mich und tue mich sehr schwer damit, mir dies alles auch wirklich zuzugestehen und es ohne inneren Widerstand hinzunehmen. Weil es einfach zu mir, zu meinem "Ich bin" dazugehört.

Bin ich also, während ich meditiere und Tai-Chi praktiziere, auf eine andere, tiefere und "echtere" Weise mit mir in Kontakt? Und liefern sich außerhalb dieses Kontaktes mein Ego und mein Höheres Selbst ein Gefecht? Sträubt mein Ego sich zur Zeit vehement gegen die Veränderungen, die seit geraumer Zeit stattfinden? Oder bin ich einfach "nur" extrem ambivalent?

Schon mein ganzes, bewusstes Leben haben innere Ruhe, Gelassenheit und wahrer Seelenfrieden einen sehr hohen Stellenwert für mich. Und während ich diesen Qualitäten früher verzweifelt und vergeblich hinterhergejagt bin, habe ich mittlerweile doch sehr konkrete und wunderschöne Erfahrungen mit ihnen machen dürfen. 

Innerlich frei zu sein bedeutet nicht, frei von Wünschen und Bedürfnissen zu sein. Es bedeutet lediglich, frei entscheiden zu können, ob ich ihnen nachgebe oder nicht. Es bedeutet weiterhin, zu entscheiden, ob ich sie auch klar adressiere, oder ob ich sie nur in mir bewege, weil ich mich nicht getraue, sie zu äußern. Auch endet meine Freiheit dort, wo sie die Freiheit eines anderen Menschen einzuschränken, zu beschneiden droht

Innere Unabhängigkeit zu erlangen, ist ein erster Schritt hin zu dieser Freiheit. Dazu gehört auch, mir all meine Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse nicht zu versagen und damit in Widerstand zu ihnen zu gehen. Oder auch, es einfach mal "gut sein" zu lassen und zu entspannen, ohne meinen Gedanken und Gefühlen besondere Aufmerksamkeit und Wichtigkeit zu verleihen. Sie einfach sein lassen, mich einfach sein lassen. So wie jetzt.





2. März 2019

Wie du Zugang zu deinem Höheren Selbst erlangen kannst

Was ist das "Höhere Selbst"? Ist es real, oder vielleicht doch nur ein gedankliches Modell, nach dem wir uns insgeheim sehnen?
In meinem neuen Artikel gehe ich diesen Fragen nach: Compassioner (Bitte klicken)

1. März 2019

Energie folgt Fokus. Oder die Sache mit der Geduld

Ein Grundsatz spirituellen Arbeitens beschäftigt mich seit geraumer Zeit: "Energie folgt Fokus". Was genau damit gemeint ist, wird mir erst jetzt nach und nach vollends bewusst. Es bedeutet nämlich,  dass je mehr ich mich auf einen Bereich meines Lebens, meiner Arbeit konzentriere, wirklich eins damit werde, ich umso erfolgreicher und müheloser zum Ziel komme. Und natürlich gilt dies auch für das Gegenteil: Je weniger konzentriert ich bin, umso weniger erfolgreich ist mein Handeln

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen. In Wirklichkeit aber stelle ich zur Zeit immer wieder fest, dass ich mich mit genau dieser Fokussierung ziemlich schwer tue. 
Die Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang seit ein paar Tagen immer wieder stelle ist: Warum fällt es mir so schwer, mich auf eine Sache zu konzentrieren

Tatsache ist, dass momentan in meinem Leben Einiges in Bewegung geraten ist. Ein neues Buchprojekt hat seinen Anfang genommen. Und ich stehe vor der Frage, wie ich meine Bücher erfolgreicher vermarkten kann. Zusätzlich bewegt mich der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit sehr. Jeder dieser Impulse ist für sich genommen immens wichtig und erforderte dem Grunde nach  meine gesamte Aufmerksamkeit.

Zeitgleich mit diesen für mich wichtigen Fragestellungen bemerke ich in mir einige Veränderungen, die mich sowohl erfreuen, als auch verunsichern: Es gelingt mir immer besser, mich gegenüber den Stimmungen und Launen anderer Menschen abzugrenzen. Immer weniger fühle ich mich hier "zuständig" oder gar verantwortlich. Geschweige denn, dass ich den Impuls verspüre, mich auf lange und fruchtlose Diskussionen einzulassen. 

Stattdessen steht mein Wohlbefinden im Mittelpunkt. Und damit auch meine Konzentration auf diejenigen Menschen, die meinem Wohlbefinden förderlich sind. Das mag im ersten Moment nach rücksichtslosem Egoismus klingen. In Wirklichkeit aber gelange ich immer mehr zu der Überzeugung, dass, je besser es mir geht, ich auch für andere Menschen ein mitfühlender, aufmerksamer und liebevoller Begleiter sein kann, der aus tiefster Überzeugung Anteil an ihrem Leben nimmt.

Energie folgt Fokus! An dieser Stelle gelingt es mir schon ganz gut, diesen Grundsatz tatsächlich zu leben. 

Ich bin ein Mensch, der an vielen (vielleicht zu vielen) Dingen interessiert ist. Es gibt unendlich viele Themen, in die ich zu gerne noch viel tiefer einsteigen möchte: Meditation, die Entdeckung meines Höheren Ichs, erfolgreich Manifestieren, die gründliche Erkundung der Qualitäten und Auswirkungen von Dankbarkeit, Freiheit und Liebe, usw. Und offensichtlich neige ich dazu, mich hier gründlich zu verzetteln. 

Ein mir sehr nahestehender und äußerst wichtiger, lieber Mensch würde an dieser Stelle vermutlich lachend anmerken: "Typisch Wassermann:" Von allem möglichst viel. Und das am Besten gleichzeitig... 

Während ich diese Zeilen schreibe bemerke ich, wie viel inneren Druck ich mir selbst bereite, bei all den genannten Themen voran zu kommen und nachhaltige Erfolge zu erzielen. Das kann natürlich nicht funktionieren! Denn je angespannter und fahriger ich in meinem Inneren bin, umso ungenauer sind auch meine Wünsche, beziehungsweise ist deren Umsetzung.

Innere Ruhe, Geduld und Gelassenheit entwickeln und kultivieren: Vielleicht ist dies meine wichtigste Aufgabe, die so oft an meine Tür klopft, bis ich sie wirklich verstanden habe und fokussiert annehme.