31. Januar 2019

Selbstbewusstsein und Klarheit

Dass mein letzter Text zum Thema "Männlich und Weiblich" für ziemlich viel Wirbel gesorgt hat, war für mich eine außerordentlich spannende und rundherum gute, hilfreiche Erfahrung. 

Die sehr unterschiedlichen Reaktionen auf meine Sichtweise und Haltung zu diesem offensichtlich kontroversen Thema, haben mich nämlich darin bestärkt, den von mir gewählten Weg der Authentizität und Ehrlichkeit mutig weiter zu gehen. Auch wenn es anfangs nicht leicht für mich war, die (aus Sicht derer, die sich womöglich angegriffen gefühlt haben) berechtigte Empörung auszuhalten, war es dennoch ein uneingeschränkt klares Gefühl der Befreiung, diesen Text genauso und nicht anders zu schreiben.

Zu Beginn dieses Jahres hatte ich mir vorgenommen, meine Authentizität, meine Sichtbarkeit, noch viel bewusster und konsequenter in den Fokus zu nehmen und mir damit meine innere Freiheit und Unabhängigkeit noch weiter zu erschließen. Mein Text war ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Authentisch und sichtbar zu sein bedeutet für mich, noch viel mehr zu mir und meinen Überzeugungen zu stehen. Dazu gehört auch, Kontroversen und gegenteilige Meinungen auszuhalten und zuzulassen. Das fällt mir nicht leicht, denn in der Vergangenheit habe ich mich aus Angst vor Zurückweisung immer davor gescheut, mich klar und unmissverständlich zu positionieren. Diese Angst wird nun immer geringer. Ja, es bereitet mir inzwischen sogar Freude, mich auf diese Weise zu zeigen. Selbst dann, wenn dadurch unüberbrückbare Differenzen zutage treten. 

Mir selbst treu zu sein, zu mir in aller Konsequenz zu stehen, ist ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, zu mehr Selbstannahme und Selbstliebe.

Zu einem Thema zu schreiben, oder ein Thema im unmittelbaren Kontakt anzusprechen, ist noch einmal etwas anderes. Und gerade Letzteres ist für mich noch immer mit Überwindung verbunden. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass ich meinem Gegenüber keinen Schaden zufügen, sie oder ihn nicht verletzen möchte. Allerdings gilt auch in diesem Zusammenhang immer mehr für mich der Leitsatz, dass ich für die Gefühle meines Gegenübers nicht verantwortlich bin; genauso, wie mein Gegenüber für meine Gefühle keinerlei Verantwortung trägt

Dieser Leitsatz bedingt jedoch einen tatsächlich gleichberechtigten, respektvollen Austausch zwischen innerlich wirklich unabhängigen und selbstbewussten Menschen. 

Meine innere Haltung, mein zu- mir- Stehen sorgt auch in meinen sozialen Kontakten für mehr Klarheit. Denn in der Art und Weise, wie meine Überzeugungen aufgenommen werden, zeigt sich, wer zu mir und meinem Leben gehören möchte und wer nicht. 


24. Januar 2019

Abwägungen

Seit ein paar Tagen bin ich sehr intensiv mit einigen, eng miteinander verbundenen Themen befasst: Was sind Schatten, auf welche Weise kommen sie zum Vorschein, was können sie verursachen und besteht möglicherweise ein Zusammenhang zwischen ihrer starken Präsenz und meinem Streben, meinem Wunsch, nach mehr Sichtbarkeit und Authentizität?

Dass ich mich überhaupt mit solch schwierigen und in die Tiefe gehenden Fragen befasse, hat einen guten Grund. Denn ich werde in meinen Beziehungen zur Zeit immer wieder mit meiner Verletzlichkeit, einer tiefsitzenden und sehr grundsätzlichen Verunsicherung, und mit außerordentlich starken Verlustängsten konfrontiert. Diese Empfindungen lassen mich zunehmend meine innere Balance und den mir so wichtigen Seelenfrieden verlieren, was des Öfteren zu sehr irrationalen Ausbrüchen von hilfloser Wut und Traurigkeit geführt hat. Worüber ich mich sehr erschrocken und im Nachhinein auch geschämt habe.

Gestern schrieb ich darüber, dass ich die Arbeit an den Schatten, im Gegensatz zu anderen spirituell lebenden Menschen, für wichtig, ja sogar für unverzichtbar halte. Ich habe sinngemäß ausgeführt, dass aus meiner Sicht sämtliche Gefühle, und damit auch diejenigen, die wir unwillkürlich als "schlecht" und "dunkel" bewerten und erleben, gleichermaßen ihre Berechtigung haben. Damit verdienen sie ebenfalls allesamt die gleiche, liebevolle Aufmerksamkeit. Was nicht immer einfach ist und mich große Überwindung kostet.

Gerade wenn es um Ängste, Verunsicherung und Wut geht, verspüre ich wegen meiner Vergangenheit eine große Scheu; gewissermaßen eine Angst vor der Angst. Und doch bin ich der Überzeugung, dass ich wirklichen, dauerhaften Seelenfrieden, innere Harmonie und kontinuierliches inneres Wachstum nur dann erreiche, wenn ich mich diesen Empfindungen mutig und entschlossen stelle.

Auch wenn es vielleicht kontrovers klingt: Nach meiner Überzeugung ist es tatsächlich eine Frage der inneren Haltung gegenüber mir selbst, ob ich eine Empfindung als angenehm oder unangenehm bewerte und erlebe. Oder, ob ich dazu imstande bin, sie dankbar als Möglichkeit des Lernens und Reifens zu erkennen und zu ergreifen.  Damit wird es zu einer Frage danach, wie nachhaltig es mir inzwischen gelungen ist, Selbstliebe und Selbstfürsorge zu verinnerlichen. Denn wirkliche Liebe kennt weder Angst noch Unsicherheit. Bei mir sehe ich da noch deutlich Luft nach oben...

Je mehr ich auf der einen Seite immer präsenter und authentischer werde (was ich ausgesprochen schön und stimmig finde), also mehr und mehr tatsächlich ganz zu meinem So-Sein stehe, desto deutlicher treten die Unterschiede und Spannungsfelder zu und mit meinen Mitmenschen zutage. Und immer deutlicher stehen dann auch manchmal die folgenden Fragen im Raum, die ich mir früher niemals zugestanden habe: Muss ich das alles aushalten? Muss ich zutage tretenden Spannungen und Missverständnissen immer mit Langmut, Freundlichkeit, Verständnis und noch mehr Verständnis begegnen? Oder darf ich vielmehr auch deutlich meinem Unmut, meinem Ärger und meiner Traurigkeit und Verletztheit Ausdruck verleihen? Selbst um den Preis, dass eine mir sehr wichtige Beziehung daran womöglich zerbricht?

Langmut, Freundlichkeit, Mitgefühl und Verständnis sind keine Einbahnstraße und damit auch keine Qualitäten, die nur einseitig eingefordert, aber im Gegenzug nicht gewährt werden. Gleichzeitig wird es mir aber immer wichtiger, auch in schwierigen Situationen sorgsam und mit Bedacht abzuwägen, wie viel mir ein Mensch bedeutet, und für wie wichtig ich ihn für mich, mein Leben und meine Entwicklung erachte. 

Je mehr ich mir selbst bedeute, umso mehr frei-willige Bedeutung kann ich auch anderen Menschen zuteil werden lassen. Somit ist auch dieser Prozess des Abwägens und verantwortungsvollen Entscheidens über die Qualität und Dauer von Beziehungen ein lohnender, wenn auch gelegentlich mühseliger Übungsweg. Auf dem ich mich gerade befinde.
















22. Januar 2019

NEUERSCHEINUNG

Es ist soweit: Mein neues Buch "Vom Grenzgänger zum Freien Menschen" ist ab sofort als Softcover und E-Book im Buchhandel erhältlich!

Weitere Informationen zum Buch gibt es auf meiner Homepage: Schriftstellerei Eckhard Neuhoff

Wer das Buch direkt beim Verlag bestellen möchte, kann das hier sehr gerne tun: Books on Demand

20. Januar 2019

Erkenntnisgewinn

In den vergangenen Tagen habe ich in mir zunehmende Gereiztheit, Dünnhäutigkeit und Erschöpfung wahrgenommen. Zunächst konnte ich diese Empfindungen nicht zuordnen. Und sie erfüllten mich mit Sorge über meine seelische Verfassung. Fast hätte ich wieder damit begonnen, meine Erfolge der letzten eineinhalb Jahre grundsätzlich in Frage zu stellen.

Dann, in meiner gestrigen Nachmittagsmeditation, und heute Morgen wurde mir bewusst, wie viel und unglaublich intensiv ich in der letzten Zeit gearbeitet habe: Binnen weniger Monate habe ich "Grenzgänger" komplett überarbeitet, mein neues Buch fertiggestellt und eine Webseite ins Leben gerufen. Alle diese Arbeiten haben eines gemeinsam: Ich habe mich über einen langen Zeitraum sehr intensiv mit mir, meinem Leben und meinen Wünschen und Visionen für die Zukunft befasst und bin dabei, ohne es zu bemerken, an meine Grenzen gelangt, weil ich mir keine deutliche Pause gegönnt habe.

Erst jetzt, nachdem alle diese Tätigkeiten abgeschlossen sind, spüre ich die Erschöpfung. Und weil ich darüber hinaus ein sehr empfindsamer Mensch mit außerordentlich starken Gefühlen bin, manifestiert sich diese Erschöpfung in einer mir zunächst unerklärlichen Gereiztheit und emotionalen Dünnhäutigkeit gegenüber den ganz realen und vermeintlichen Schwingungen meiner Mitmenschen.

Jetzt, mit einer gewissen Distanz, ist mir natürlich bewusst, dass ich entsprechend meiner inneren Verfassung und nach dem Gesetz der Anziehung, in den letzten Wochen auch immer wieder in Situationen gelangt bin, die mich in meiner Gereiztheit und Verletzlichkeit bestärkt haben: Immer  wieder habe ich Situationen erlebt, in denen ich mich infrage gestellt und kritisiert gefühlt habe. Ich habe mich in Diskussionen verwickeln lassen, denen ich unter anderen Umständen gelassen ausgewichen wäre, weil ich Derartiges eigentlich schon lange in meinem Leben nicht mehr möchte. Ich habe innere Dialoge geführt, die meine so deutlich angespannte Stimmung noch mehr angeheizt haben, die aber mit dem Hier und Jetzt nicht das Geringste zu tun hatten, sondern sich ausschließlich aus meiner manchmal überbordenden Fantasie gespeist haben.

Obwohl meine innere Stimme mir manches Mal zugeflüstert hat: "Es ist zu viel!", habe ich immer wieder, schon fast zwanghaft, sehr intensiven Austausch zu durchaus spannenden Themen gesucht, mich bei vielen dieser Themen intensiv eingebracht und habe (das ein oder andere Mal auch gegen großen inneren Widerstand) meine monatlichen Texte für den "Compassioner" verfasst.

Bei all diesen zahlreichen Aktivitäten hatte ich das starke  Gefühl, ich sei dazu aufgerufen und verpflichtet. Ich wollte mit aller Macht sichtbar bleiben und wahrgenommen werden.

Auch diese verschiedenen Handlungsweisen und Reaktionen haben eine Gemeinsamkeit: Sie alle gründen sich auf meine schmerzhaften und prägenden Erlebnisse und Erfahrungen in der Vergangenheit. 

Ohne jetzt im Einzelnen darauf eingehen zu wollen, ist dies eine wichtige Erkenntnis für mich: Ich neige dazu, mich zu verausgaben; aus Angst davor, ansonsten nicht mehr wahrgenommen und wertgeschätzt, sondern hinterfragt und beurteilt zu werden. Diese Empfinden scheint noch immer sehr stark in mir zu sein.

Nun weiß ich inzwischen, dass sämtliche Anteile meiner Individualität ihre Berechtigung haben und eine Unterscheidung zwischen "guten" und "schlechten" Eigenschaften nicht zielführend ist. Es sind einfach nur Eigenschaften, die mich ausmachen und zu dem Menschen geformt haben und weiterhin formen, der ich nun einmal bin.

Heute Morgen in meiner Meditation habe ich mir immer wieder den Satz gesagt: "Ich bin ich!". Dabei spürte ich ganz tief, dass diese Worte mir inneren Frieden schenken und sogar ein Gefühl von Glück, Freude und Stolz in mir hervorrufen.

"Ich bin ich!" bedeutet für mich unter anderem: Ich lebe mein Leben nicht dafür, um sowohl vermeintliche, als auch ganz reale Erwartungen meiner Mitmenschen zu erfüllen. Ich kann und darf sie erfüllen, wenn ich mich ihnen gewachsen fühle und die innere Gewissheit habe, dass es richtig ist, es zu tun. Aber ich kann und darf mich genauso zurückziehen und etwas ablehnen, mich ent-lasten, wenn ich mit mir wichtigen Dingen befasst bin, die ausschließlich meinem Wohlbefinden und meinen Zielen dienen.

Lasse ich mich immer wieder durch das Gefühl der Verpflichtung, des nur vermeintlich  "Anderen genügen Müssens", davon ablenken, was ich tatsächlich benötige oder will, dann verliere ich mich und meine innersten Wünsche wieder aus den Augen. 

Innerer Friede, also "Zufriedenheit", stetiges inneres Wachstum und Entwicklung: das sind, neben meinem Erfolg als Schriftsteller, meine ganz persönlichen und nur für mich wichtigen Ziele

Ich darf und ich kann ihnen alles andere unterordnen, was ihre Verwirklichung behindert und unnötig verzögert; ob es meinen Mitmenschen gefällt, oder nicht. Ob ich damit ihre Erwartungen an mich unterlaufe, sie enttäuscht oder irritiert sind: Muss es mich kümmern? 

Natürlich bedeutet das nicht, dass ich keine Rücksicht auf die mir wichtigen Menschen mehr nehme und mich ihren Wünschen und Bedürfnissen gänzlich verweigere. Das wäre blanker Egoismus und keine Selbstfürsorge! Aber ich möchte ab jetzt noch viel mehr auf meine innere Stimme achten. Denn Erschöpfung, Dünnhäutigkeit und Gereiztheit sind keine schönen Seelenzustände. Im Gegenteil: Sie sind meinem Seelenfrieden abträglich. Und damit meiner inneren Entwicklung. Aber ich kann und ich darf durch solche Erlebnisse etwas lernen: auf mich zu hören.

16. Januar 2019

Müssen oder dürfen?

Mit Sprache zu arbeiten und mich hin und wieder mit dem tieferen Sinn und der Wirkung eines einzelnen Wortes zu beschäftigen, finde ich ungemein spannend.

Kürzlich kam mir das Wort "Dürfen" in den Sinn, als ich an einem Text arbeitete. Welche Empfindungen löst dieses Wort in dir aus?
Laut Duden beschreibt "Dürfen" sinngemäß, dass es (von wem auch immer) erlaubt wurde, etwas Bestimmtes zu tun. Laut dieser Definition muss ich also zunächst um Erlaubnis bitten, bevor ich etwas darf. Ich begebe mich also in eine Abhängigkeit: das Gegenteil von Freiheit.

Für mich hat dieses Wort jedoch noch einen viel tieferen und spirituellen, von der Definition des Duden deutlich abweichenden Inhalt: Es ist für mich viel mehr das freiheitliche Gegenteil von "etwas müssen". Anstatt den Zwang zu verspüren, etwas tun zu müssen, "darf" ich es. 

In diesem Fall habe ich es mir also in gewisser Weise selbst erlaubt, ohne mich in eine fremdbestimmte Abhängigkeit zu begeben: Ich "darf" mich beispielsweise wohlfühlen, obwohl es meinem Gegenüber vielleicht gerade nicht gut geht. Ich "darf" nein sagen, obwohl "die Gesellschaft" von mir höchstwahrscheinlich ein "Ja" erwartet. Oder ich "darf" mich aus einer Situation verabschieden, die mir nicht gut tut, obwohl mein Gegenüber etwas anderes von mir erwartet. Das Gefühl etwas zu dürfen, verknüpfe ich also ganz persönlich mit einem Gefühl von Freiheit, Entspannung und innerer Weite. 

Inzwischen habe ich das Wort "Müssen" sogar ganz aus meinem Wortschatz gestrichen. Anstatt zu sagen: "Ich muss dieses oder jenes tun!" sage ich ganz bewusst: "Ich darf dieses oder jenes tun!" Damit ist es jedes Mal meine freie, selbstgewählte Entscheidung, die ich innerlich vollkommen unabhängig von möglichen Erwartungen Anderer treffe. Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für die Erwartungen, die ich gelegentlich noch immer an mich selbst richte: "Ich "muss" meine Wohnung nicht putzen oder aufräumen, sondern ich "darf" es tun. 

Diese innere Haltung nimmt mir den Druck, irgendwelchen vermeintlichen, oder auch ganz realen, Erwartungen entsprechen zu müssen; seien es meine eigenen, oder die von anderen Menschen. 
Je mehr es mir gelingt, diese Haltung zu verinnerlichen, sie zur Selbstverständlichkeit zu machen, umso unabhängiger und innerlich freier werde ich. Und das ist mein Ziel!


Den eigenen Selbstwert erkennen lernen - Ein spannender Weg zu sich selbst

In meinem letzten Text habe ich über das Thema "Authentizität" geschrieben. Es ging mir dabei darum aufzuzeigen, wie wichtig es ist, zunächst zu sich selbst zu finden, zu sich und seiner Individualität zu stehen, mit all ihren Eigenheiten und Besonderheiten; gerade auch im Zusammensein, sowie in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen.

Das Besondere an diesem Prozess der Selbst-Findung ist, dass man dabei immer deutlicher seinen eigenen Wert zu erkennen und zu schätzen lernt, den man sich - auch im Verhältnis zu anderen Menschen - selbst beimisst. Um Missverständnissen vorzubeugen: Dabei geht es nicht darum, sein Gegenüber "abzuwerten" oder sich selbst in arroganter Weise im Verhältnis zum Gegenüber zu erhöhen. Sondern es entsteht vielmehr eine Art innerer Instanz, die mich zu den Fragen geleitet: "Bin ich es mir wert, mich auf diese oder jene Situation einzulassen?" Oder: "Bin ich es mir wert, mich von meinem Gegenüber respektlos oder abschätzig behandeln zu lassen?" 

Auch diese Art von Fragestellung kann natürlich zu Spannungen und in der Folge dazu führen, dass soziale Bindungen sich gravierend verändern, oder gar zum Erliegen kommen. 

Solche Veränderungen im sozialen Miteinander sind zunächst eine Herausforderung. Zumindest, soweit es mich betrifft. Denn mir sind Harmonie im Miteinander und gegenseitiges Einverständnis besonders wichtig. Doch in jüngster Zeit stelle ich immer wieder fest, dass ich nicht länger bereit bin, für diese Harmonie und das Übereinstimmen mit anderen Menschen jeden Preis zu zahlen. Fühlt sich für mich etwas nicht richtig an, dann formuliere ich diese empfundene Unstimmigkeit sehr deutlich und wäge für mich ab, was für mich richtig ist. 

Dieses sich klar und unmissverständlich Positionieren ist ungewohnt und mit einer deutlich spürbaren inneren Unsicherheit verbunden. Es ist gänzlich neues Terrain. Doch gleichzeitig fühlt es sich so an, als gewönne ich dadurch noch mehr innere Klarheit und an Kontur. Ich werde für mich und andere noch deutlicher sichtbar. 

Dieses Sichtbarer Werden, das deutliche Erleben des eigenen Wertes, den ich mir zugestehe, sind nicht nur Anzeichen einer ständig wachsenden Authentizität. Sondern sie spiegeln ebenso eine stetig wachsende Selbst-Liebe und Selbst-Achtung wider: Ich bin es mir wert, mich zu schützen, mich abzugrenzen, mich zu positionieren, anstatt, mich wie früher auszuliefern, zu fügen oder blindlings überreden zu lassen. Und: Ich habe nicht länger das Gefühl, mich für meine Haltung und meine Entscheidungen erklären und rechtfertigen zu müssen.

Dies alles allmählich nicht nur vom Verstand her zu erkennen, sondern es auch deutlich als inneren Reifungsprozess zu spüren, ist ungemein spannend. Und es bestätigt mich darin, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Denn es fühlt sich folgerichtig und konsequent an.

13. Januar 2019

Meine neue Autorenseite ist online!

Liebe Leserinnen und Leser,

nach mehrtägiger Frickelei ist meine neue Autorenseite nun online.

Ihr erreicht sie unter www.schriftstellerei-eckhardneuhoff.com

Dort könnt Ihr meine Bücher bestellen und Leseproben downloaden. Außerdem erfahrt Ihr dort etwas mehr über mich, über meine aktuelle Lesungen und könnt mich dort auch buchen.

Ich wünsche Euch viel Vergnügen und Anregung beim Stöbern!

8. Januar 2019

Neues aus der Schreibwerkstatt

Es ist vollbracht: Mein neues Buch "Vom Grenzgänger zum Freien Menschen" ist fertig!
Cover und Druckvorlage wurden soeben von mir an den Verlag übermittelt. Und das Buch kann in etwa 4 Wochen für 
10,00 € bestellt werden!
Ich bin unendlich froh und glücklich darüber, auch dieses Projekt zu einem guten Ende gebracht zu haben. Und: Ich freue mich schon sehr darauf, das erste Exemplar in Händen zu halten!

6. Januar 2019

Seelenliebe- ein gemeinsamer und sehr persönlicher Erkenntnisweg

Als ich vor circa eineinhalb Jahren meine Seelenpartnerin Petra kennenlernen durfte, waren mir zunächst die Dimensionen dieser Begegnung nicht einmal im Ansatz bewusst. Dennoch verspürten wir beide vom ersten Moment eine ungewöhnlich starke und innige Verbindung und Vertrautheit miteinander. Und ich hatte das tiefe, gleichsam schöne und mich aufwühlende Gefühl, einem Menschen zu begegnen, den ich schon sehr lange kenne und der mich vom ersten Moment an in meinem Innersten erkennt und berührt. 

Obwohl es über einen Monat dauerte, bis sie und ich uns dann das erste Mal von Angesicht zu Angesicht begegneten, wuchs dieses Gefühl einer tiefen und besonderen Verbindung in unzähligen, langen Telefonaten immer mehr, bis hin zu der Gewissheit, dass ich der Liebe meines Lebens begegnet war, die ich schon so lange herbeigesehnt hatte.

Trotz dieser Gewissheit, waren die Gespräche und ersten persönlichen Begegnungen mit ihr manches Mal eine echte Herausforderung an mich: nicht nur, weil sie mich von Beginn an durchschaute und mir meine wunden Punkte schonungslos offenbarte, sondern auch, weil sie mich mit mir vollkommen neuen und radikal freiheitlichen Denkansätzen über Konventionen und Partnerschaft konfrontierte. Auch war sie es, die mich erstmals mit dem Gesetz der Anziehung vertraut machte, was mein bisheriges Leben in seiner vertrauten und überaus bequemen Ausrichtung gänzlich auf den Kopf stellte und ihm auf diese Weise im Laufe der kommenden Monate eine völlig neue und ungemein spannende Richtung gab.

Dennoch waren es durchweg zutiefst beglückende und befreiende Erfahrungen, die ich mit ihr an meiner Seite machen durfte und bis heute machen darf. 
So kristallisierte sich in unserem Miteinander immer deutlicher heraus, dass wir uns nicht regelmäßig zu sehen brauchen, um unserer frei-willigen Verbindung Gewissheit und Verbindlichkeit zu verleihen. Und je besser und vollständiger wir uns im Laufe der Zeit, mit offenem Interesse am Anderen, kennenlernten und weiterhin kennenlernen, umso deutlicher traten sowohl unsere Gemeinsamkeiten, als auch unsere Unterschiede zutage. 

Nur ganz allmählich und bisweilen auch schmerzhaft, erkannte ich, dass genau dieses Spannungsfeld aus völliger Übereinstimmung  und gleichzeitiger Verschiedenheit eine gemeinsame und bewusste Entwicklung überhaupt möglich macht.

„Normale“ Partnerschaften scheitern häufig, neben unzähligen anderen Gründen,  an sich erst im Nachhinein offenbarenden, zu unterschiedlichen Lebensentwürfen, an Gleichgültigkeit gegenüber dem Anderen oder an der zu großen, unbewältigten eigenen Verletzlichkeit.

Eine wirkliche Seelenpartnerschaft zeichnet sich jedoch nach meiner Erfahrung dadurch aus, auch an genau solchen Themen mit gegenseitigem Respekt, tiefem, gegenseitigem Vertrauen, Achtsamkeit und nie nachlassendem, liebevollem Interesse am Anderen, gemeinsam arbeiten zu wollen. Denn beide haben die Gewissheit, dass sie, ungeachtet aller Differenzen, zueinander gehören, weil ihre Seelen eine untrennbare Einheit bilden und sich miteinander weiterentwickeln möchten.

Ich habe bisher keinen Menschen kennengelernt, der mich in meinem schöpferischen Tun so inspiriert, wie meine große Liebe. So sind im Laufe des letzten Jahres unzählige, ihr gewidmete Gedichte entstanden, die unseren gemeinsamen spirituellen Weg, die besondere Qualität unserer Liebe und unsere gemeinsame Entwicklung zum Thema haben. Genauso sind auch viele Ideen zu Texten (wie zu diesem hier!) und Buchprojekten überhaupt erst durch Gespräche mit ihr über unsere gemeinsamen Interessen, Wünsche und Träume, möglich geworden.  Auch ist sie zugleich mein größter Fan und größter Kritiker, wenn es um meine schriftstellerische Arbeit geht. Alles was ich schreibe, begleitet sie mit großer Anteilnahme, Sachkenntnis und Begeisterung.

Das im Wortsinn „begeisterte Erkunden und gemeinsame Erleben von Freiheit und gegenseitiger Inspiration ist die Grundlage jeder wirklichen Seelenpartnerschaft.  So hat mich die Erkenntnis, dass sie ein wirklich freiheitsliebender Mensch ist, dazu gebracht zu begreifen, dass wahre Seelenliebe ohne die vollständige Akzeptanz sowohl der eigenen Freiheit als auch der des geliebten Menschen, vollkommen undenkbar ist.

Diese Entdeckung hat gerade zu Beginn unserer gemeinsamen Reise bei mir zunächst dazu geführt, dass ich mir meiner Verletzlichkeit und Verlustangst noch einmal sehr deutlich bewusst wurde. 

Aber durch das immer stärker werdende Gefühl der bedingungslosen Zugehörigkeit, das ich mit ihr teile, haben sich diese Ängste inzwischen nahezu vollständig aufgelöst. 

Jeder von uns lebt vollkommen unabhängig vom Anderen sein Leben. Doch gerade auch dieses nur scheinbar Trennende verbindet uns. Denn es birgt für uns beide die großartige Möglichkeit in sich, neue Erfahrungen zu machen, voneinander zu lernen und uns aneinander und miteinander weiter zu entwickeln.




4. Januar 2019

Neues aus der Bücherwerkstatt

Liebe Buchfreunde,

die Arbeit am Manuskript nähert sich dem Ende!

Voraussichtlich im Februar kommt mein neues Buch mit dem Titel "Vom Grenzgänger zum Freien Menschen. Ein Genesungsweg" in den Handel.

Um Euch einen allerersten Eindruck zu verschaffen, zeige ich hier schon einmal vorab das Cover, welches im Schweiße meines Angesichts innerhalb von drei Tagen entstanden ist:




Weitere Infos folgen natürlich!