Montag, 8. Oktober 2018

Was ich wirklich will

Ich bin ein sehr kreativer Mensch und habe ständig neue Ideen in Kopf für neue Buchprojekte, Texte, und Gedichte. Manche dieser Ideen sind eher flüchtig, andere dagegen tauchen immer wieder auf und nehmen immer deutlicher Gestalt an.

Seit ein paar Monaten beschäftigt mich allerdings sehr intensiv eine Idee, die mir wie eine Art Weiterentwicklung meines Schriftsteller-Seins erscheint und die für mich noch vor einem Jahr völlig undenkbar erschienen wäre: einen eigenen Verlag zu gründen! 

Nun bin ich aber keinesfalls der geborene Verkäufer oder Vertriebler. Und auch Betriebswirtschaft gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsthemen. Ich bin mit Leib und Seele Schriftsteller. Ich arbeite aus Liebe zur Sprache und mit der Intention, durch meine Texte andere Menschen zu inspirieren und zum Nachdenken anzuregen.

Seitdem ich immer öfter die Gelegenheiten geschenkt bekomme, mit anderen Autoren zusammenzuarbeiten, sei es in Form von Gastbeiträgen in ihren Blogs, oder erst kürzlich in Form eines gemeinsam geschriebenen Artikels, ist diese Idee des Verleger-sein- Wollens immer deutlicher und bestimmender zutage getreten. Es erscheint mir sehr reizvoll, andere Menschen darin zu unterstützen, ihr erstes Buch zu schreiben und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Außerdem habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, wie schwer es ist, außergewöhnliche Manuskripte, die sich den gängigen Kategorien entziehen, bei Verlagen unterzubringen. 

Auch in der spirituellen Verlagsszene gibt es so etwas wie "Mainstream", der sich sowohl durch seine Beliebigkeit in der Themenauswahl, als auch durch vermeintlich allgemeingültige "Rezepte" zur Optimierung des eigenen Lebens und zum Auffinden des eigentlichen Lebenssinns "auszeichnet".

Ich durfte in jüngster Zeit zu meiner großen Freude einige Autor*Innen kennenlernen, denen eben jener Mainstream genau so zuwider ist, wie mir. Und wie ich, legen sie großen Wert auf die sprachliche und inhaltliche Qualität und Einzigartigkeit ihrer Texte. 

Wir gehen gemeinsam ausschließlich von unseren eigenen Erfahrungen aus und verstehen unsere Texte lediglich als vollkommen freilassende und vor allem gänzlich undogmatische Anregungen für unsere Leser. Wir möchten dazu ermutigen, den ureigenen Lebensweg zu finden. Und indem wir von unseren ganz individuellen Erfahrungen und Erlebnissen berichten, möchten wir den Lesenden Mut machen, sich ganz und gar auf sich selbst und die eigenen, vielleicht noch schlummernden Herzenswünsche in Bezug auf die eigene Lebensführung, einzulassen.

Durch diese Herangehensweise sind unsere Texte sehr individuell und ganz bewusst nicht allgemein gültig. Der vordergründige Nachteil dieser Besonderheit ist jedoch, dass bewusst in diesem freilassenden Duktus gehaltene Bücher für rein gewinnorientierte Verlage nicht attraktiv sind. Aus genau diesem Grund erscheint mir die Idee eines unabhängigen, nicht nur auf Gewinn ausgelegten Verlages so verlockend.

Vielleicht ist es an der Zeit, auch hier neue Wege zu suchen, die diesen Idealismus mit verlegerischem Erfolg zusammenbringen. Und auch, wenn ich als Schriftsteller nicht zum Verleger tauge: womöglich lassen sich finanzstarke und ebenso idealistische Partner finden, die meine, unsere Ideale teilen und unterstützen, und sie gemeinsam mit mir, mit uns, auch in die Welt bringen möchten. 

Das was ich tue, tue ich mit absoluter Hingabe, Überzeugung und Liebe. Und ich glaube fest daran, dass diese innere Einstellung auch immer - über kurz oder lang - zum Erfolg führt. Wie auch immer dieser Erfolg dann aussehen mag.





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