Donnerstag, 30. August 2018

Die Frage nach dem "Ich"

Sowohl durch die Arbeit an dem Artikel "Die Schöpferkraft des Ich bin", als auch durch meine regelmäßige Meditationen zu diesem Thema, bin ich zu einer weiteren Frage gelangt: Wer oder was ist "Ich" eigentlich?

Mit großer Selbstverständlichkeit spreche ich von "meinem Körper" und auch von "meiner Seele". Und allein diese Tatsache zeigt mir, dass die beiden zwar untrennbar zu mir gehören, aber nicht "Ich" sind. Von "meinem" Ich hingegen spreche ich nie, sondern sage immer und ausschließlich: "Ich bin" oder "ich möchte" oder auch "ich fühle mich..." Ist also mein "Ich", mein "Wesenskern", noch einmal etwas ganz anderes? 

Wenn ich meditiere, bekomme ich gelegentlich ein ganz feines und flüchtiges Gefühl davon, dass sich hinter meinem Körper, meinem Denken und meinen Emotionen, die ja gemeinhin der Seele zugeschrieben werden, noch mehr verbirgt: Und zwar etwas sehr Kraftvolles und Klares, das im Gegensatz zu Körper und Seele niemals krank sein kann, weil es ewig war, ist und sein wird. Gewissermaßen ein reines und vom Alltäglichen gänzlich unberührtes Bewusstsein, dass den tieferen Sinn seiner Existenz bereits von Anbeginn kennt und sich seiner selbst bewusst ist. Dieses "Ich" hegt keinerlei Zweifel und kennt keine Angst. Ich bin (!) fest davon überzeugt, dass der Grad von Gesundheit, Wohlbefinden, Glück und Erfolg davon abhängt, wie präsent "ich bin" und mir meiner selbst bewusst bin.

Dadurch werden Körper und Seele für mich zu wertvollen, untrennbar mit mir verbundenen Werkzeugen, durch das das Ich sich zum Ausdruck bringt. Und zwar je besser und deutlicher, ja vollkommener, je mehr es seine "Werkzeuge" zu beherrschen lernt.

Ich werde weiter daran arbeiten!

Montag, 27. August 2018

Ein erster gemeinsamer Artikel

Der erste gemeinsame Artikel von Claudia Götz und mir ist online! 

Darin beschäftigen wir uns mit dem Thema "Ich bin" und was es bedeuten kann, dem tieferen Sinn dieser Worte nachzuspüren.

Aber lest selbst: Die Schöpferkraft des "Ich bin"

Herz auf der Zunge

Ich trage mein Herz auf der Zunge
und das kann eine echte Herausforderung sein
denn ich habe ein großes Herz
erfüllt von Mitgefühl und Liebe

Manchmal ist es ganz schwer
wenn Mitgefühl und Liebe stark gefordert sind
und ich nicht weiß ob sie ausreichen
oder ob ich den geliebten Menschen 
damit überhaupt erreiche

Und trotzdem möchte ich es
nicht anders haben
denn Liebe und Mitgefühl
sind die Essenz meines Da-Seins

Sie geben die Richtung des Weges vor
den ich mich entschieden habe zu gehen
und beschenken mich reichlich
mit neuen wunderbaren Menschen und Impulsen

Sie wiegen die gelegentliche Traurigkeit
mehr als auf und lassen mich immer wieder hoffen
Und tief in meinem Herzen weiß ich
es ist der einzig richtige Weg


Samstag, 25. August 2018

Blick in den Spiegel (Mein 500. Blogtext!)

Manchmal wenn ich in den Spiegel meines Lebens blicke  
bin ich von dem was ich dort sehe befremdet
und ich traue meinem Blick nicht

Denn ich sehe dort einen Menschen
der sich von Grund auf verändert hat
frei und unabhängig seines Weges geht
der seine Bestimmung gefunden hat

Doch daneben erkenne ich eine kleine Gestalt
die noch immer zweifelt 
und die mit ihren Ängsten ringt
die noch immer zusammenzuckt vor vermeintlicher Zurückweisung
und vor eingebildeter Verletzung sich nach Schutz und Liebe sehnt
Nicht immer ist sie zu sehen aber wenn dann schmerzt es

Immer wieder fordert sie Beachtung und Aufmerksamkeit
die ich ihr nur ungern zugestehe
denn sie scheint mich davon abzuhalten
meinen Weg friedlich gestimmt und sicher zu gehen

Und ich frage mich was soll ich mit ihr
Soll ich sie in tröstend und liebevoll in den Arm nehmen
ihr vermitteln dass alles Gut ist
oder sie entschlossen beiseite schieben
und meinen Blick endgültig vor ihr verschließen

Mit der Zeit habe ich gelernt genau hinzuschauen
und mich mit dem was ist achtsam zu beschäftigen
Ich habe gelernt dass alles was ich erlebe einen tieferen Sinn hat
und niemals zufällig geschieht
Aber von Zeit zu Zeit zweifele ich auch daran

Menschen die mich gut kennen
spüren und sehen die Veränderung
freuen sich für mich sind begeistert
Und auch sie können nur wahrnehmen was tatsächlich ist

Ich sehe die Veränderung und lebe sie
Erfolg stellt sich ein und macht mich stolz
Bestätigt mich in dem was und wer ich bin und sein möchte
Was also hält mich zurück und lässt mich
dieser Gestalt immer wieder begegnen

Ich glaubte das Vergangene endgültig hinter mir gelassen zu haben
und vollständig auf das Hier und Jetzt ausgerichtet zu sein
den Blick voller Zuversicht und Gewissheit nach vorn
Habe ich mich nun selbst ent-täuscht und blicke auf meine Wirklichkeit
in der Vergangenheit Gegenwart und Zukunft untrennbar sind
und sich gegenseitig beeinflussen und bedingen

Vielleicht stelle ich mir einfach nur zu viele Fragen
Aber auch das ist Bestandteil meiner Persönlichkeit
zeichnet mich aus und veranlasst mich
immer wieder hinter den Schleier der Existenz blicken zu wollen
sie zu ergründen und zu verstehen

Womöglich ist mein Leben nicht einfach
sondern Abbild einer komplexen Persönlichkeit
die es im Wortsinn in all seinen Facetten begreifen möchte
und diese Fragen als Konsequenz ihres Wunsches
immer wieder gestellt bekommt

Worüber also lamentiere ich denn es liegt allein an mir
Genauso aus den Beiden die ich im Spiegel sehe Eines zu machen
Und ich erkenne erleichtert 
Das ist meine Aufgabe
















Freitag, 24. August 2018

Erste Wahrnehmungen

In der Stille des frühen Morgens
die ersten Minuten bewusst genießen
in Ruhe ankommen
und den Tag friedlich gestimmt willkommen heißen

Alle Geräusche ringsum einfach wahrnehmen
nicht wertend sondern sie vorbeiziehen lassen
und der inneren Stimme lauschen
die allmählich aus dem Schlaf erwacht

Nur die Stimmung aufnehmen
die der neue Morgen mit sich bringt
und nach dem Impuls suchen
für den noch unverbrauchten Tag

Einen neuen Tag
so beginnen zu dürfen
lässt ihn für mich
zu einem kostbaren Geschenk werden


Donnerstag, 23. August 2018

Jeder Tag

Jeder Tag trägt in sich
wundervolle Begegnungen und Inspirationen
die mich immer wieder staunen lassen
und dankbar stimmen

Oftmals sind es scheinbare Kleinigkeiten
wie die plötzliche Idee für einen neuen Text
oder ein inniges Telefonat mit meiner Liebsten
oder auch eine tiefe und berührende Begegnung 

Früher hätte ich all das
wohl nur flüchtig zur Kenntnis genommen
und es wäre wohl 
keine dauerhafter und nachhaltiger Eindruck entstanden

Heute aber klingen diese Geschehnisse lange nach
und ich bewahre sie in meinem Herzen
wo sie Stück für Stück ein wundervolles Fundament bilden
auf dem ich mein weiteres Leben dankbar aufbaue

Samstag, 18. August 2018

Tage


Manchmal hab ich meine Tage
und bin dann ne echte Plage
Was ich dann auch noch so sage
und zuvor zu denken wage…

Du bist dann von mir genervt
Deine Sprache auch verschärft
was dann noch viel mehr belastet
Beide sind wir überhastet

Stürze in ein dunkles Loch
spüre unterdessen noch
dieses altbekannte Joch
Besserung alsbald jedoch

Schäme mich ob meiner Stimmung
Komme langsam zur Besinnung
Und mein Denken es wird lichter
Werde wieder zu nem Dichter

Der mit klareren Gedanken
Trübsal weist in ihre Schranken
aufsteht ohne noch zu schwanken
um sich bei dir zu bedanken


Denkweisen

Nicht immer bilden die eigenen Gedanken
das Hier und Jetzt ab
sondern mischen sich 
mit irrationalen Gefühlen

Was wir dann denken
basiert nicht auf der Wirklichkeit
sondern entspringt 
häufig unserer verzerrten 
Wahrnehmung aus der Vergangenheit

Dennoch halten wir das oft für wahr
lassen uns davon mitreißen
und in unseren Handlungen
davon beeinflussen

Dadurch schaffen wir uns eine neue Realität
denn unsere Handlungsweise
bewirkt immer Reaktionen
die diese Denkweise bestätigen
manchmal mit fatalen Folgen

So erschafft jeder Gedanke neue Wirklichkeiten
und es gilt zu lernen
den Gedanken im Moment seines Entstehens
darauf zu prüfen ob wir dieser Wirklichkeit
tatsächlich Wirkmächtigkeit verleihen wollen

Lenke ich meine Gedanken bewusst auf das
was ich in meinem Herzen wirklich möchte
und bleibe dabei im Hier und Jetzt
dann bestimme ich genauso bewusst
welche Richtung mein Leben nimmt










Freitag, 17. August 2018

Einblicke und Erkenntnisse

In den letzten Tagen durfte ich (mal wieder) die Erfahrung machen, dass meine innere Entwicklung nicht linear verläuft. 

Obwohl ich mich seit mehreren Monaten regelmäßig in Meditation übe, kommen zur Zeit immer wieder sehr starke und unangenehme Gefühle an die Oberfläche, denen ich im Moment nur wenig entgegensetzen kann: Es sind eine sehr große innere Unruhe und das paradoxe Gefühl, einerseits Ruhe zu benötigen, aber andererseits alle meine Ideen auf Einmal umsetzen zu müssen. Ich fühle mich von meiner Kreativität getrieben und gleichzeitig gehemmt. 

Die Folge davon: Ich ärgere mich über mich selbst und meine fehlende innere Disziplin und Ordnung, von denen ich fälschlicher Weise angenommen hatte, sie seien schon viel ausgeprägter und in mir wesentlich fester verwurzelt.

Wenn ich an einem Projekt arbeite, befinde ich mich in einem fast kontemplativen Zustand äußerster Konzentration und Inspiration. Die Ideen bündeln sich in meinem Geist und ich bringe sie mühelos und freudig zu Papier. Ich genieße dankbar meine Schöpferkraft und vergesse alles um mich herum. 

Ist das Projekt dann aber abgeschlossen, erfasst mich eine innere Unruhe und ich sehne mich zurück nach diesem Gefühl der gezielten und geordneten Inspiration. Und es gelingt mir (noch) nicht, sie in meinen Alltag hinüber zu retten. Das ist frustrierend!
Wenn ich genauer hinschaue, erkenne ich, dass die eingangs beschriebenen Gefühle Teil meiner Vergangenheit sind. 

Sie gründen sich auf traurigen und enttäuschenden Erfahrungen aus meiner Kindheit und Jugend, als mir von meinen Eltern auf sehr einprägsame Weise vermittelt wurde, dass ich nicht genüge und nur wertvoll bin, wenn ich etwas Außergewöhnliches leiste. Diesem Anspruch wurde ich naturgemäß nur allzu selten gerecht, sodass ich im Grunde genommen durchgehend die Erfahrung machte, wertlos zu sein.

Heute hingegen weiß ich und habe immer wieder die so beglückende, wie befreiende Erfahrung gemacht, dass ich ein wertvoller Mensch bin, mit einer wundervollen Begabung und einer großen, nahezu unbegrenzten Schöpferkraft. Aber es reicht anscheinend nicht aus, etwas zu wissen, so lange es nicht wirklich verinnerlicht und ein fest verankerter Bestandteil meines Selbst ist. Ich genüge mir selbst gegenwärtig nur dann, wenn ich etwas erschaffe. Nur so fühle ich mich vollständig und wirklich selbst- bewusst.

Was also ist zu tun? In der Meditation lerne ich ganz allmählich, alles was ist, wertungsfrei und mit innerer Gelassenheit anzunehmen, ohne mich darauf zu konzentrieren und Energie darauf zu richten. 

Zu meditieren, bereitet mir große Freude und ich bemerke, dass ich mich dadurch schon sehr deutlich verändert habe. Ich bin viel gelassener und achtsamer geworden und fühle mich selbst körperlich viel gesünder und agiler als früher. Und ich werde im Alltag immer wieder damit konfrontiert, dass es in meinem Leben vor allem um Geduld geht. 

Demzufolge hat mein Leben, so wie es jetzt ist, und mit all der vielen Zeit, die ich zur Verfügung habe, durchaus einen tieferen Sinn. Ginge ich einer regulären Arbeit nach und hätte ich eine Familie, wer weiß, wo ich heute in meiner inneren Entwicklung und in meinem Leben stünde. Sehr wahrscheinlich hätte ich gar nicht die Zeit, diesen Themen so viel Aufmerksamkeit zu widmen. Aber es wäre auch nicht mein Leben, das ich mir selbst genauso ausgesucht habe, wie es jetzt ist.

Ich habe mir ein Leben ausgesucht, das eher nach Innen gerichtet ist und auf bewusste geistige Entwicklung in allen Bereichen. Zu dieser geistigen Entwicklung gehört auch, mich in Geduld zu üben; ins Besondere auch in Bezug auf mich, mit allem, was mich als Individuum ausmacht.


Das ist nicht immer leicht; vor Allem dann, wenn ich, so wie im Moment, mit innerer Unruhe und Unzufriedenheit zu tun habe. Denn es gilt, diese Gefühle mit ganz viel Geduld zu integrieren und zu transformieren. Es bleibt also spannend!







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Stolpersteine

Immer wieder gibt es im Leben Stolpersteine
an denen wir uns verletzen können
wenn wir nicht achtsam sind

Bei mir sind es immer wieder alte Themen
wie Verlustangst
Wut und Ratlosigkeit
mit denen ich konfrontiert werde

Achtsam mit ihnen umzugehen
ihnen liebevoll zu begegnen
sie in Stärke Mut und Selbstbewusstsein umzuwandeln
ist wohl meine Aufgabe

Nicht nur zu erkennen wohin mein Weg mich führt
sondern ihn auch entschlossen und mit innerer Ruhe zu gehen
verwandelt die Stolpersteine
in Erfahrungsreichtümer einen Lebensschatz

Finde und lebe ich Ruhe im Inneren
erfahre ich sie auch in der Außenwelt
in meinen Begegnungen
denn das Innere spiegelt sich im Außen

Und manchmal braucht es eben Wiederholungen
bis ich wirklich begriffen habe
worauf es in meinem Leben ankommt


Mein neuer Artikel im Compassioner ist online!

"Schattenarbeit und Seelenfrieden" lautet der Titel meines neuen Artikels für den "Compassioner". 

Was "Schatten" eigentlich sind und warum es ein Akt von Selbstliebe ist, sich mit ihnen zu beschäftigen, erfahrt ihr hier:

Schattenarbeit und Seelenfrieden

Mittwoch, 15. August 2018

Unruhe und Gleichgewicht

Manchmal will ich alles auf einmal
verzettele mich in meinen Ideen und Visionen
werde ungeduldig und unruhig

Dann bin ich gereizt
unausgeglichen
nicht mehr im Fluss
und alles bereits Erreichte
wird skeptisch hinterfragt

Aber wer hinterfragt?
Bin das wirklich ich
oder ist es ein Teil meiner Vergangenheit
den ich noch nicht integriert habe?

Denn wenn ich wirklich ganz bei mir bin
im Hier und Jetzt
dann ist da keine Ungeduld
keine Unruhe
sondern die Gewissheit
dass alles gut ist

Alles ergibt sich und gelingt
genau im richtigen Augenblick
wenn ich mir vertraue
meinen Stärken
meiner inneren Stimme

Ungeduld und Unruhe
sind schrille Stimmen Relikte aus der Vergangenheit
Aber die Stimmen der Gegenwart
sind friedlich und verheißungsvoll

Es kommt darauf an
unterscheiden zu lernen
und der Stille mehr zu vertrauen
als dem Lärm

Dann ist auch wieder
alles im Gleichgewicht





Montag, 13. August 2018

Zufriedenheit

Allmählich spüre ich
eine immer tiefere Zufriedenheit
die sich auf mein ganzes Leben erstreckt

Und da wo früher Einsamkeit und Verlustangst waren
bin ich mir nun selbst genug
mit mir im Reinen

Lebe mein Leben so
wie ich es will
und im Vertrauen 
auf die Richtigkeit meines Weges

So leben zu können
betrachte ich als großes Geschenk
für das ich an jedem Tag
zutiefst dankbar bin

Sonntag, 12. August 2018

Freiheit erleben

Die meisten Menschen machen sich
keine Gedanken darüber
ob ihr Denken geordnet
klar und zielstrebig ist
und in welche Richtung es sich bewegt

Dabei ist es ein spannendes Experiment
das eigene Denken zu beobachten
und dabei festzustellen
dass es in einem selbst begründet ist
wie klar und frei es sich entfaltet

Und in der Meditation
entsteht manchmal für einen kurzen Moment
vollkommene Stille
in der das Selbst sich seiner 
absolut bewusst ist
ohne von Gedanken abgelenkt zu sein

Es ist eine Frage der Achtsamkeit
wie bewusst und zielstrebig
ich mein Denken gestalte
und ihm damit erst
wirkliche Freiheit ermögliche

Denn Freiheit offenbart sich 
erst in der willentlichen Ordnung des Denkens
und in dem Bewusstsein
seiner unermesslichen Schöpferkraft



Samstag, 11. August 2018

Ein paar Gedanken über das Denken

Manche spirituellen "Lehrer" behaupten mit großer Vehemenz, das Denken sei eine Illusion und es gelte, sich davon gänzlich zu befreien, um das eigentliche "Selbst" wirklich erkennen zu können.

Mich irritiert so etwas. Denn erst durch die Fähigkeit des Denkens bin ich mir meiner Existenz überhaupt bewusst und vermag ihr eine klare, selbstbestimmte Richtung zu geben.

Das Denken ermöglicht es mir, schöpferisch tätig zu sein, zu reflektieren, zu verarbeiten und zu lernen. Außerdem lässt sich das Denken schulen, indem ich alte Denk- und Glaubensmuster überwinde und es damit nach und nach weite und befreie.

Für mich ist es ein Geschenk, dessen Wert mir erst allmählich bewusst wird und dessen tatsächliche Möglichkeiten und Schöpferkraft ich nur Schritt für Schritt begreife.

Es liegt ganz allein bei mir, in meiner individuellen Freiheit, selbst zu denken, oder "es denken zu lassen". Aber aus dieser so offensichtlichen Wahlmöglichkeit zu schlussfolgern, das Denken sei der menschlichen Freiheit in Wirklichkeit abträglich, das halte ich für einen gefährlichen Trugschluss!

Donnerstag, 9. August 2018

Innenansichten eines Schreiberlings

Manchmal ist das so eine Sache mit der Geduld und mit dem Warten-Können...  Bei mir ist das so: Wenn ich nach langer und intensiver Arbeit einen Text, ein Manuskript vollendet habe, dann habe ich den starken, vielleicht sogar verständlichen Wunsch, das Geschriebene auch so bald als Möglich in die Öffentlichkeit zu bringen. Allerdings (und vielleicht auch leider) steht diesem Wunsch die Realität der Verlage entgegen. Denn diese haben es nicht so eilig mit meinen Texten, zumal ich ja auch nicht ihr einziger Autor bin.
In solchen Situationen (also jetzt gerade) muss ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass bereits ein Buch, nämlich "Grenzgänger", kurz vor der Veröffentlichung steht und es nur noch wenige Wochen dauert, bis ich es in Händen halten darf. 
Mein zweites Buch ("Mein Genesungsweg") hat binnen weniger Wochen nach Fertigstellung des Manuskripts bereits drei(!) Verlage gefunden, die ein ernsthaftes Interesse an seiner Veröffentlichung haben. Und welcher Autor hat schon so ein Glück?
Warum also um Alles in der Welt bin ich jetzt so ungeduldig und irgendwie unzufrieden? Ich könnte mich ja auch stattdessen über den großen und einzigartigen Erfolg freuen, der meinen beiden aktuellen Projekten beschieden ist. Oder einfach dankbar dafür sein... Aber Schriftsteller sind wohl (zumindest was mich betrifft) ein ganz eigenes Völkchen: sensibel, emotional und unlogisch, wenn es um ihre Werke und deren Veröffentlichung geht. 
Was also bleibt zu tun? Mich in Geduld üben... Wieder einmal...


Mittwoch, 8. August 2018

Der Hitze geschuldet


Heute bin ich mal vergesslich…
Ist es wirklich unerlässlich
sich zu merken jeden Scheiß?
Heute ist’s dafür zu heiß

So ergeb ich mich der Schwüle
Sehne mich nach viel mehr Kühle
währenddessen Denken schlummert
nicht mehr an die Türe wummert

Genieße die Gedankenstille
verweigre die Gedächtnispille
Bin zu faul dazu zu träge
auch wenn Fleiß mir naheläge

So vergess ich fröhlich weiter
Bin gedankenlos ganz heiter
Unbedarft sogar naiv
Hoffentlich geht DAS nicht schief…

Dienstag, 7. August 2018

Gedichte in neuem Gewand

Ich habe meinem Gedichtband "So wie Du bist" ein neues Outfit verpasst und ihn zu Amazon "umgezogen".

Ab sofort ist er hier erhältlich! (Bitte klicken!)

Innere Stille

Die innere Stille ist gefüllt mit Frieden
und die Seele weitet sich
frei von Bedrängnis und Unruhe
Der Atem ist tief und frei

Selbst die Gedanken halten Frieden
ordnen sich freiwillig
werden tiefer 

Der Körper schöpft neue Kraft
und ein unendliches Glücksgefühl
stellt sich ein
wenn Raum und Zeit verschmelzen 

Freitag, 3. August 2018

Sommer-Dystopie (Nicht ganz ernst gemeint)

In der unsäglichen Hitze
verschmelzen Gedanken 
zu einem unansehnlichen Klumpen
undifferenziert und träge

Ideen verdursten qualvoll
und doch ist es egal 
denn es ist einfach
zu heiß

Der Körper gibt sich
gleichgültig der Trägheit hin
genießt die Kühle des Schlafes
während die Sonne brennt

Es ist Hochsommer