26. Juni 2018

Warum ich meditiere

Schon seit vielen Jahren übt das Thema Meditation auf mich eine starke Faszination aus. Insbesondere in den Zeiten tiefster Depression, während derer sowohl in meinem Kopf, als auch in meinem Herzen totales Chaos herrschte, sehnte ich mich nach innerer Ruhe und wirklichem Seelenfrieden. Und schon damals wusste ich instinktiv, dass Meditation dabei eine wertvolle Hilfe sein kann. Allerdings scheute ich mich gleichzeitig davor es auszuprobieren; wohl auch deswegen, weil dieses Thema für mich zu eng mit Esoterik und Weltfremdheit assoziiert schien. So befand ich mich in einem aus damaliger Sicht unlösbaren inneren Zwiespalt.

Seitdem ich aber vor etwa einem Jahr damit begonnen hatte, mich mit innerem Wachstum und meiner Genesung zu beschäftigen, war auch die tiefe Sehnsucht nach innerer Einkehr wieder da. Diesmal war aber das Problem, dass mich das unübersichtliche Angebot von unterschiedlichsten Meditationsformen, wie sie in Büchern und im Internet vorgestellt und empfohlen werden, zunächst verzweifeln ließ. Zusätzlich hatte ich starke Zweifel daran, ob es ausgerechnet mir gelingen würde, hier Kontinuität zu entwickeln. Denn ich verband mit diesem Thema auch die Vorstellung, dass es schwer und anstrengend sei, zu meditieren. Davor scheute ich mich.

Vor etwa einem halben Jahr überwand ich aber meine Scheu und versuchte mich an geführten Meditationen im Internet. Dabei stieß ich dann "zufällig" auf einen kostenlosen, dreiwöchigen Onlinekurs zur Einführung. Ohne allzu große Erwartung meldete ich mich dort an, war aber vom ersten Tag an völlig fasziniert davon, wie einfach und vorbedingungslos Meditation sein kann. Und ehe ich es mich versah, hatte ich schon drei Wochen jeden Morgen meditiert. Interessanter Weise benötigt das menschliche Gehirn genau diese Zeitspanne, um neue Gewohnheiten auszubilden, sodass es mir nach dem Ende des Kurses sehr leicht fiel, diese Gewohnheit beizubehalten. 

Inzwischen sind etwa vier Monate vergangen, in denen ich an jedem Morgen meditiere und so in den Tag starte. Und allmählich bemerke ich auch eine Veränderung meines Innenlebens. Ich bin viel ruhiger und fokussierter geworden und auch das Chaos in meinem Kopf beginnt langsam, sich zu ordnen. 

Da Meditation ein Zustand tiefer Entspannung ist, lassen sich währenddessen, viel leichter als im "Normalzustand", positive Affirmationen verankern, und damit der momentane Gemütszustand willentlich verändern. Und immer dann, wenn ich mit Themen befasst bin, die mich unruhig und unausgeglichen werden lassen, kann ich auf diese Weise Ordnung und Klarheit dagegensetzen und Stück für Stück zurück zu Gelassenheit und Seelenfrieden finden.

Noch stehe ich ganz am Anfang dieses überaus spannenden Weges. Aber nachdem es mir selbst an schwierigen Tagen, an denen ich von Seelenfrieden und Ausgeglichenheit nicht allzu viel spüre, gelingt, am Morgen für mindestens zehn Minuten zu meditieren und ich mich danach deutlich besser und mehr zentriert fühle als zuvor, sehe ich bei mir einen großen Fortschritt und damit auch inneres Wachstum. Ich bin auf dem richtigen Weg!






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