Sonntag, 6. August 2017

Ohne Rauch

Seit gestern kämpfe ich gegen die Sucht. Über dreißig Jahre habe ich geraucht und konnte mir nie vorstellen, damit aufzuhören. Schließlich (und das ist wirklich traurig!) erlebte ich das Rauchen als einen Teil meiner Individualität und ich verspürte immer ein großes Unwohlsein bei der Frage, was wohl mit mir passiert, wenn ich mit dem Rauche aufhöre.
Nun habe ich gestern Abend damit aufgehört und die Welt dreht sich noch immer und auch ich habe weder an Persönlichkeit noch Konsistenz verloren - so ganz ohne Zigaretten. Selbst im Spiegel vermag ich keinen Unterschied zu vorher zu erkennen...
Aber mit dem Rauchen aufzuhören ist verdammt schwer! Denn an das, was ich bisher den lieben langen Tag getan habe, ohne darüber nachzudenken muss ich nun ständig denken: Mir eine Kippe zu drehen und sie zu rauchen. Ich habe Schmacht und bin nervös.
Da sind soviele Gelegenheiten, bei denen ich sonst geraucht habe: Beim Kaffee, beim Schreiben, beim Musik hören, beim Telefonieren, usw. Das alles "muss" ich jetzt ohne Rauchen tun und das ist sehr ungewohnt. Und nervt! Es geht also um eine komplette Umgewöhnung- sowohl körperlich, als auch seelisch und damit um die Frage, wer stärker ist: Die Sucht oder ich? Und bisher liege ich vorne...


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