Montag, 14. August 2017

Freiheit und Gelassenheit

In den vorangegangenen Texten habe ich mich damit befasst, wie wir allein durch unseren Willen, einen tatsächlich freien und mutigen Geist und den unbedingten Glauben an uns selber, selbst körperliche und seelische Gebrechen tatsächlich und dauerhaft überwinden können. Und ich habe darüber geschrieben, dass es immer Menschen geben wird, die diesen Weg mit Skepsis und Ablehnung begleiten werden.

Anfangs ist es außerordentlich schwer damit umzugehen; denn insgeheim wünschen wir uns natürlich, dass unsere Umgebung unser Denken, Fühlen und Tun mit genau der gleichen Begeisterung mitverfolgt, wie wir sie erleben und empfinden. Tut sie es nicht, fühlen wir uns unwillkürlich gekränkt und zurückgewiesen.

Und damit sind bei einem nächsten Schritt angelangt: Der Erlangung tatsächlicher und vollkommener Freiheit! 

Je weiter und konsequenter wir uns von Althergebrachtem lösen und unsere schier unbegrenzten Möglichkeiten im Denken, Handeln und Fühlen entdecken - umso stärker erleben und erfühlen wir dieses neue und absolute Gefühl - verbunden mit einer allumfassenden Leichtigkeit.

Tatsächliche Freiheit umfasst alle Lebensbereiche und sie bringt Eines mit sich: Unabhängigkeit von Konventionen, alten Denkmustern und Begrenzungen, die uns sonst am Fortkommen gehindert haben und die selbst unser Wohlbefinden begrenzt haben. Und sie schenkt uns ein weiteres, gänzlich neues Gefühl: Gelassenheit gegenüber allem, was sich uns in den Weg stellen möchte. 

Diese Gelassenheit bezieht sich damit auch auf die möglicherweise konträren Meinungen und Sichtweisen anderer Menschen in Bezug auf uns. Und sie bezieht sich gleichermaßen auf alltägliche Ärgernisse, die uns normalerweise im Umgang mit anderen Menschen bisweilen empfindlich stören. Das können sein: Sture und taktlose Menschen, Warteschlangen an der Kasse, oder auch unserer eigenen Ungeschicklichkeit geschuldete Missgeschicke.

Dabei sollten wir Gelassenheit aber nicht mit Gleichgültigkeit verwechseln! Wahre Gelassenheit bedeutet, dass wir auch die anderen Sichtweisen, Meinungen und Lebensentwürfe einfach so stehenlassen können wie sie sind und nicht länger den Impuls verspüren, diese ändern und beeinflussen zu wollen. Denn jeder andere Lebensentwurf, jede abweichende Meinung, hat genauso ihre Richtigkeit und Berechtigung wie die unsere! Es gibt da kein Richtig oder Falsch! 

Für meine immer stärker werdende Gelassenheit bin wirklich und tief empfunden dankbar!

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