23. August 2017

Altes und Neues

Wenn wir ein vollkommen neues Leben beginnen, dann ist es unerlässlich, dass wir uns von Altem trennen.

Das ist vergleichbar mit dem Umzug in eine neue Wohnung: Um Platz für neue Möbel zu schaffen, müssen wir die alten loswerden. Und: Wir renovieren unser neues Heim, streichen die Wände in Farben unserer Wahl; machen sie uns ganz zu Eigen. Und genauso funktioniert es auch, wenn wir uns für ein Leben in vollkommener Freiheit entschieden haben.

Nach und nach stellen wir fest, dass es immer mehr Dinge gibt, die uns am alten Leben kleben lassen: Gewohnheiten, Glaubenssätze, Zweifel, Ängste, usw. Und je mehr es uns gelingt, uns davon zu lösen, umso mehr freier Raum entsteht in und um uns herum, der von wahrer Unabhängigkeit, Glaube, Vertrauen Freude, Gewissheit, sowie Demut, Dankbarkeit und Liebe ausgefüllt wird. Und je mehr das geschieht, umso freier sind wir und fühlen wir uns!

Leider müssen wir manchmal feststellen, dass auch Menschen aus unserem vorherigen Leben uns daran hindern, die Freiheit in vollen Zügen zu genießen: Sie verstehen unsere Metamorphose nicht, ziehen unsere Erkenntnisse grundsätzlich in Zweifel und beharren vehement darauf, dass alles so bleiben soll, wie es schon immer war. 

Wenn wir das bemerken, ist es an der Zeit, ihnen Lebewohl zu sagen.Das kann auch, je nach unseren individuellen Wünschen, auf persönlichem Wege geschehen. Aber es reicht schon aus, wenn wir diesen Schritt in Gedanken und Gefühlen vollziehen. Wichtig ist dabei, diesen Menschen für die schöne Freundschaft, ihre Treue, ihre Großzügigkeit, ihr Mitgefühl und die schöne gemeinsame Zeit zu danken, ihnen alles Liebe zu wünschen und sie dann herzlich zu verabschieden. 

Und hier greift wiederum das Wissen, dass alles wir denken, Realität ist und, es greift gleichzeitig auch das Gesetz der Anziehung: Das was wir denken, fühlen und tun, kommt auf uns zurück. Seien wir also auch hier achtsam mit unseren Gedanken und Gefühlen!

Uns von Menschen zu trennen, ist immer wesentlich schwerer, als sich von Dingen zu trennen. Denn Dinge lassen sich ersetzen, Menschen aber nicht. Und zusätzlich verbinden wir mit ihnen mehr Erinnerungen und Emotionen, als mit Gegenständen.

Es ist ein Trost für uns, wenn wir darauf vertrauen, dass auch unser neues Leben neue Menschen anziehen wird, die dann auch perfekt zu uns und unserem neuen Leben passen!

Doch hier ist Vorsicht geboten: In unserer übergroßen Freude daran, dass wir so immense Fortschritte machen, überhören wir manchmal die Warnsignale des Universums in Form eines sehr deutlichen Stress - und Druckgefühls. Wenn wir dies verspüren, dann sollten wir innehalten und uns in Dankbarkeit, Demut und Geduld an dem erfreuen, was wir bereits erreicht haben und nicht versuchen, noch mehr zu erzwingen. 

Das Universum ist weiser als wir und es kennt uns besser und weiß genau, wann es Zeit für den nächsten Schritt ist. Und je mehr wir auf diese Weisheit vertrauen lernen, umso deutlicher werden wir selber auch das erspüren.

Für diese so wichtige Erkenntnis bin ich sehr dankbar!

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