Freitag, 9. Juni 2017

Neue Wege und Unsicherheiten

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, probiere ich zur Zeit einiges aus: Angefangen beim Layout und Design dieses Blogs, bis hin zur Verlinkung von anderen Seiten.

Der Grund dafür ist, dass ich unter die Selbstverleger gegangen bin und versuche, meine bisher erschienenen Bücher einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. 

In den letzten Tagen habe ich unzählige Stunden damit verbracht, im Netz zu recherchieren, um interessante Blogs, Institutionen und Publikationen ausfindig zu machen, die Interesse daran haben könnten, meine Bücher zu verlinken, oder sogar eine Rezension zu veröffentlichen.

Nun bin ich (noch) kein Profi, sondern das genaue Gegenteil und es ist sehr ungewohnt für mich, mich selber so in den Vordergrund zu stellen. Denn noch immer habe ich den Spruch meiner Mutter in der Ohren: "Nimm dich nicht so wichtig!" Und dieser Satz hat sich - wie ich jetzt bemerke - tief in mir verankert. Das verunsichert mich und führt dazu, dass ich mein Handeln immer wieder  hinterfrage. Ist das, was ich tue, was ich geschrieben habe, überhaupt wert, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden? Oder wäre es nicht angemessener, nur für mich und für die sprichwörtliche "Schreibtisch - Schublade" zu schreiben?

An diesen Gedanken ändert sich auch nichts durch die überaus positive Resonanz zu meinen beiden Büchern, die ich in den letzten Wochen immer wieder bekommen habe, oder durch die Tatsache, dass es tatsächlich Menschen gibt, die das von mir Geschriebene wirklich lesen wollen. Mit einem Wort: Ich bin verdammt unsicher!

Andererseits stelle ich fest, dass es mir unglaublich viel Freude bereitet, genau das zu tun, was ich zur Zeit tue! Ich habe das Gefühl, genau meine Nische gefunden zu haben, in der ich mich sicher und angekommen fühle! Ich bin an meinem Ort. 

Aber auch hier muss ich mich erst zurechtfinden, mich einrichten und mir die Zeit zugestehen, um richtig ankommen zu können - genau so, wie an einem neuen Arbeitsplatz, oder nach einem kompletten Neubeginn in einer anderen Stadt. Und ich muss lernen, mir Auszeiten zuzugestehen, wie auch andere Menschen das machen, wenn sie lange gearbeitet haben. Und ja: Was ich tue, ist Arbeit!

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