Sonntag, 14. Mai 2017

Nachdenkliches

Wenn ich in diesem Blog versuche, meine Gedanken und Gefühle in Worte zu gießen, dann tue ich das quasi im luftleeren Raum. Denn ich weiß nicht, ob das, was ich zu beschreiben versuche, Jemanden berührt und vielleicht sogar zum Nachdenken anregt.

Wenn ich zu schreiben beginne, habe ich meistens nur eine äußerst vage Vorstellung davon, was letztlich zu Papier kommt, und, welche Form es annimmt. Das finde ich spannend und manches Mal bin ich von mir selber überrascht; überrascht auch davon, was so alles in mir schlummert. Für mich ist das befreiend und es hilft mir dabei, Dinge erstmal aus dem Kopf zu bekommen.

Und gerade im Moment ist das immens wichtig; denn ansonsten würde ich komplett am Rad drehen. Der Frau, die ich liebe, kann ich all das nämlich nicht anvertrauen, oder zumuten. Ich würde sie damit massiv überfordern, und damit auch die wundervolle Freundschaft zerstören, die zwischen uns besteht. Für mich hingegen ist es ungeheuer schwer, mit solchen Gefühlen überhaupt umzugehen, geschweige denn, sie mir einzugestehen und, mit ihnen auf mich allein gestellt zu sein. Umso wichtiger ist es mir, sie ausformulieren zu können, auch in dem Wissen, dass ich sie auf diese Weise teilen kann - selbst ohne eine direkte Rückmeldung zu bekommen. Das macht sie beherrschbar und ich habe meinen Kopf wieder halbwegs frei für Anderes.

Alles was ich hier veröffentliche ist sehr persönlich und damit gehe ich ein hohes Risiko ein: Denn es macht mich extrem verletzbar und angreifbar. Andererseits möchte ich hier auch keine gequirlte Kacke veröffentlichen, die mit mir und meinem Leben so garnichts zutun hat. Das wäre nicht ich und es wäre nicht mein Blog!





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