Freitag, 31. März 2017

Euphorie

Mir geht es gut, und das macht mich ein wenig misstrauisch. Klar: Es ist schön, wenn ich mich gut fühle und mir alles leichter von der Hand geht. Aber da ist auch diese leise Stimme in meinem Kopf, die mich davor warnt, die Bodenhaftung zu verlieren.
Ich freue mich riesig darüber, dass sich ein Verlag ernsthaft für "Grenzgänger" interessiert, und nach dem Eingangslektorat das vollständige Manuskript angefordert hat. Sollte das tatsächlich klappen, ginge ein Traum in Erfüllung und ich hätte die Bestätigung für mich, einen wirklich veröffentlichungswerten Text geschrieben zu haben. Sowas tut gut!
Auch die überaus positiven Rückmeldungen zu "Zwischen den Zeilen" sind Balsam für meine Seele. Ich selber kann das unheimlich schlecht einschätzen, ob meine Gedichte, meine Texte wirklich gut sind. Geschweige denn, wie sie auf andere Menschen wirken. Das mag vielleicht ein wenig widersprüchlich wirken, denn ich hätte beides nicht veröffentlicht, wenn ich von der grundsätzlichen Qualität oder Konsistenz nicht überzeugt gewesen wäre. Aber restlos sicher bin ich da eben nie - es bleiben immer Restzweifel und eine gehörige Portion Unsicherheit.
Trotzdem geben mir die jüngsten Ereignisse immensen Auftrieb. Sie beflügeln mich und es kristallisiert sich der Gedanke heraus, das Schreiben wirklich ernsthaft zu betreiben - quasi als Beruf(ung). Dieser Gedanke ist neu und sehr ungewohnt. Und hier schließt sich der Kreis: Ich bin sehr euphorisch zur Zeit und bin mir nicht sicher, ob das wirklich gut ist.

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