Mittwoch, 26. Oktober 2016

Freundschaften

Es ist toll, gute Freunde zu haben. Das gilt ganz besonders, wenn es einem nicht gut geht, und man das Gefühl hat, nichts wert zu sein und sich dafür zutiefst schämt, als Mensch nur unzureichend zu funktionieren.
Freunden ist das offensichtlich egal. Sie sehen einen in einem völlig anderen Licht - sehen nur die guten Seiten, die man selber völlig verdrängt hat, und die man selber in der Depression nicht zu sehen vermag, und die gegenüber all dem Schlechten nur unwesentlich und unbedeutend erscheinen.
Aber selbst in der tiefsten Depression dringt die menschliche Wärme, die Anteilnahme tröstend durch die dicke Schicht aus Selbsthass und die Ignoranz alles Guten. Und man spürt, dass es allen Widrigkeiten zum Trotz doch Menschen gibt, für die nur zählt, dass sie einen aufrichtig und ohne Vorbedingung mögen und schätzen. Das ist unfassbar beglückend, und trotz der Tatsache, dass es nicht die erste derartige Erfahrung ist, jedes Mal erstaunlich. Und es hilft mir jedes Mal dabei, die Dunkelheit Stück für Stück hinter mir zu lassen, neuen Mut zu fassen, um mich meinem Leben wieder zu stellen und nach Vorne zu schauen. DANKE!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen