Dienstag, 30. August 2016

Lernprozesse

Das Thema "Normalität" beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit und aus unterschiedlichen Perspektiven.
Während der langen Jahre der "nur" Berentung war es eher ein Abstraktum - ein eher unbestimmter und unerreichbarer Wunsch, der sehr eng verknüpft war mit der Gefahr, mich unwillkürlich am Leben anderer zu messen, und dabei zu scheitern.
In den letzten Monaten ist eine Menge passiert: Ganz allmählich bin ich meiner zum Teil selbstauferlegten Isolation entwachsen, habe neue Erfahrungen in den unterschiedlichsten  Bereichen des Lebens gemacht, Beschäftigung gefunden, neue Menschen kennengelernt - und damit unversehens meine Normalität gefunden - beziehungsweise angefangen, sie zu entdecken und zu gestalten. Ich habe wieder ein Leben, das mir auch mitteilenswert erscheint, und das ich nicht länger schamhaft verstecken muss - mit vielen Nuancen und Herausforderungen. Und ich habe Pläne, es weiter zu bereichern und Neues hinein zu nehmen - allmählich und Stück für Stück.
Für mich ist das spannend und ich bin voller Neugier auf das, was noch kommen mag. Und ein klein wenig ängstlich und skeptisch bin ich auch aufgrund meiner Erfahrungen, und werde mehr Zeit benötigen zu lernen, mit Neuem adäquat und vor allem geduldig umzugehen. Und wie immer gilt: Ich halte euch auf dem Laufenden!

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