Freitag, 8. Juli 2016

Nachdenkliches & Wochenresume

Die letzten Wochen waren der pure Stress für mich. Es war ein extremes Wechselbad der Gefühle - und ich bin erschöpft und brauche Ruhe. Aber ich bin nicht zusammengebrochen, und selbst meine Therapeutin hat freudig festgestellt, dass ich kaum noch ängstlich und zögerlich bin, sondern statt dessen gestärkt und mutig nach Vorne schaue. So ein Feedback tut gut, auch wenn sie mir damit nichts Neues gesagt hat, und ich die positiven Veränderungen der letzten Monate selber sehr deutlich - und mit mildem Staunen über mich selber - bemerkt habe.
Mitte August beginne ich einen neuen Job und werde die Zeit bis dahin als wohlverdienten längeren Urlaub nutzen, nachdem gerade die letzten Wochen so voller Ungewissheit waren, und meine Kraftreserven sehr beansprucht haben. Urlaub hatte ich schon sehr lange nicht mehr, aber es gab auch keinerlei Anlass, darüber nachzudenken. Jetzt aber kann ich mit Genuss ausschlafen, mir mit Allem Zeit lassen, herumtrödeln, wie es mir gerade in den Sinn kommt - die Seele "baumeln lassen". Das tut gut - gerade auch im Hinblick darauf, dass ich in der kommenden Woche mal wieder ein erstes date habe, auf das ich mich schon sehr freue, und bei dem ich ausgeruht und im Gleichgewicht sein möchte.
Mein Leben ist unerhört spannend geworden in den letzten Monaten, und es fordert mich deutlich mehr, als die Jahre zuvor. Das ist noch immer ungewohnt, und manchmal beschleichen mich Zweifel, ob das so von Dauer sein wird, oder ob ich irgendwann unversehens wieder in meinen altbekannten Trott verfalle - klammheimlich, und ohne es selber zu bemerken. Andererseits glaube ich, manches ist einfach unumkehrbar, und es gilt einfach, die richtige Balance zu finden, mit und in der ich gut leben kann. Dazu gehört möglicherweise auch, einem noch unbekannten Menschen Zutritt und Einblick in mein Leben zu gewähren - es in all seinen Facetten zu teilen und umgekehrt an einem anderen Leben teilzuhaben. Was das betrifft, so bin ich komplett aus der Übung und es verursacht doch im Vorfeld ein wenig Unbehagen und Unsicherheit darüber, ob ich meinen eigenen Ansprüchen gerecht werden kann. Aber das ist depressives Kopfkino, und ich sollte mir das schleunigst abgewöhnen! Just take it as it comes!
In diesem Sinne: ich halte euch auf dem Laufenden!


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