Freitag, 6. Mai 2016

Gedanken zu "Grenzgänger"

Seit gut zwei Wochen ist mein Buch "Grenzgänger" nun veröffentlicht, und seit gestern auch als E-Book erhältlich.

Mir war von Anfang an bewusst, dass ich keinen potentiellen Bestseller geschrieben habe, sondern ein sehr persönliches, und vielleicht auch schwieriges Buch - für Menschen, die sich für diese sehr eigene Thematik interessieren und die bereit sind, sich wirklich einzulassen.

Für mich war das Schreiben von "Grenzgänger", dessen Titel ich im Übrigen mit Bedacht gewählt habe, ein gleichermaßen befreiender wie schwieriger Prozess, der es mir ermöglicht hat, mich und mein manchmal verwirrendes und nur schwer zu akzeptierendes Leben völlig neu und in nie geahnten Zusammenhängen zu sehen. Das macht vieles leichter, stellt mich aber auch vor neue Herausforderungen; denn wenn die Vergangenheit ruht, gibt es mehr Platz für Neues, an das ich mich erst gewöhnen muss.

Ich habe mich sehr bewusst dafür entschieden, meine sehr intimen Gedanken, Erlebnisse, und die damit verknüpften Gefühle öffentlich zu machen - nicht aus Geltungssucht, sondern, weil ich fest daran glaube, dass es Menschen da draußen gibt, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, aber sich im Gegensatz zu mir  nicht trauen, sie zu äußern - sei es aus Scham, oder weil ihnen schlichtweg die Worte fehlen, teilweise Unfassbares zu äußern. Ich dagegen habe es gut, denn ich kann mit Worten umgehen, kann mich verständlich machen, und hatte genügend Kraft in mir, mich meinen Dämonen zu stellen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass insbesondere Menschen in helfenden Berufen davon profitieren können, wenn sie die biografischen Ursachen und die unmittelbaren Auswirkungen einer psychischen Erkrankung aus der Perspektive eines Betroffenen kennenlernen können, der sich auch nicht davor scheut, Unbequemes auszusprechen.

Ich glaube, jeder Schriftsteller sehnt sich danach, für das Geschriebene auch Rückmeldung von seinen Lesern zu bekommen. Ich bin da keine Ausnahme und möchte daher alle meine Leser darum bitten, mit mir über das Gelesene in einen offenen Dialog zu treten. Extra dafür habe ich eine eigene Facebook-Seite eingerichtet (https://www.facebook.com/neuhoffeckhard), und auch mein Blog bietet eine Kommentarfunktion. Auch wenn es einigen vielleicht schwerfällt, sich über das Gelesene zu äußern: Versuchen Sie es, denn erst durch einen Dialog wird das Bild vollständig! Auch würde es mich freuen, mit dem Einen oder Anderen in persönlichen Kontakt zu kommen. Aber auch das ist nur möglich, wenn Sie den ersten Schritt machen! Also seien Sie bitte ruhig mutig: Sie werden es nicht bereuen.

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