Freitag, 29. April 2016

Frust ablassen

Es klang zu schön, um wahr zu sein... und es hat sich in letzter Minute auch als Illusion entpuppt: Ich werde am kommenden Montag höchstwahrscheinlich nicht beginnen, wieder zu arbeiten!

Der Grund ist so simpel wie ärgerlich: Es scheitert (natürlich!) am Geld, beziehungsweise an den Auszahlungsmodalitäten für das erste Gehalt, die offenbar nicht verhandelbar sind. Was bedeutet das? Ich hätte auf mein Gehalt für den Monat Mai bis Ende Juni warten müssen, und das aus Gründen, die ich nicht wirklich verstanden habe. Für mich hätte das geheißen, mir Geld leihen zu müssen, um die drei Wochen bis zum Zahltag überbrücken zu können. Und das ist widersinnig! Geld mitzubringen, um arbeiten zu können, und dann über mehrere Monate dafür zu arbeiten, um die notwendigerweise gemachten Schulden abzutragen. Finde den Fehler!

Und jetzt bin ich stinksauer und maßlos enttäuscht, und beginne wieder zu zweifeln. Andererseits bin ich mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, aber diese Entscheidung ist bitter. Und meine Suche beginnt wieder von Vorne. Aber irgendwie ist das auch in Ordnung, denn darauf angewiesen, um jeden Preis eine Arbeit anzunehmen, bin ich ja nicht! Ich lebe zwar am Existenzminimum, aber bin trotz allem beschäftigt und mehr als zufrieden damit, was ich zur Zeit habe und tue. Geld ist eben nicht alles, und ich bin nicht käuflich. Und das ist gut so!

Update: Anscheinend verfüge ich über eine ungeahnte Überzeugungskraft (und über die besseren Argumente): Mein zukünftiger Chef hat sich entgegen meiner Erwartung gerade verbindlich dazu bereit erklärt, mir zu Ende Mai einen Abschlag zu zahlen, und hat damit meiner Situation Rechnung getragen. So heißt es am Montag also doch: Arbeit, ich komme!

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