Donnerstag, 12. Dezember 2013

Ohnmacht

Es ist mal wieder
das übliche Kopfkino
des Depressiven:

Ich bin nichts wert,
kein Mensch interessiert sich
wirklich für mich und mir
entgegengebrachte Sypmathie
ist sowieso nur geheuchelt
und ohne wirkliche Substanz.

Ich fühle mich so einsam,
dass der Knoten aus blinder Agression
in mir immer größer wird
und beginnt, sich seine Ziele
völlig ungefiltert zu suchen.

Ich fühle mich
vom Leben verarscht,
von Menschen ausgenutzt
und weggeworfen,
wenn ich zu anstrengend werde.

Bin so müde und lustlos,
dass ich schreien könnte;
aber da mich ohnehin niemand hört,
schreie ich in mich hinein
und mache damit alles
nur noch viel schlimmer.

Es ist diese Ohnmacht
gegenüber den eigenen Gefühlen
und dieses zerstörerische Kopfkino,
die mich mir selber
so unerträglich machen
und selbst diese Erkenntnis
ist im Moment völlig nutzlos.

Ich wünsche mir
menschliche Wärme und Mitgefühl
und verweigere mich doch
im selben Moment
jeglicher Zuwendung.

Bin ein Meister geworden
im Herunterspielen, Relativieren
und Verleugnen der eigenen Bedürfnisse.

Es ist was es ist:
Depressive Ohnmacht.








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