Donnerstag, 10. Oktober 2013

Lobhudelei und Nachdenkliches

Die Texte von Hermann Borgerding inspirieren mich. Er schreibt über seinen Alltag, die Lebensschwierigkeiten, seine Liebe und über alles, was ihn beschäftigt. Das alles ist auf den ersten Blick trivial und strömt doch eine unglaubliche Wärme und Menschlichkeit aus, die mich tief berührt und immer wieder zum Nachdenken bringt.
Wenn ich schreibe, dann vermeide ich die Alltäglichkeiten und die immer wiederkehrenden Routinen meines Lebens- sie erscheinen mir einfach nicht erzählenswert, oder interessant für andere Menschen. Ich möchte niemanden langweilen mit meinen Gedanken und so suche immer nach Themen, die vielleicht auch für andere eine gewisse Relevanz haben könnten und trotzdem meine Themen, meine Inhalte sind. Das ist manchmal ziemlich schwierig und ziemlich weit entfernt von der Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die ich mir wünsche.
Wenn Hermann über sein Leben schreibt, dann klingt das gänzlich unverkrampft und vor allem beseelt von Ehrlichkeit und einer großen inneren Gelassenheit. Seine Texte und Poeme atmen inneren Frieden und Souveränität, so als ob er mit sich und seinem Schicksal im Reinen ist. Und genau da liegt der entscheidende Unterschied zwischen ihm und mir. Mein Leben ist voller innerer Kämpfe, großer Einsamkeit und Unsicherheiten, die sich auch in meinen Texten und Poemen immer wieder finden lassen. Ich bin weit davon entfernt, gelassen zu sein und meinen inneren Frieden gefunden zu haben. Mein Leben lang war und bin ich (manchmal wirklich sehr verzweifelt!) auf der Suche nach meinem Platz und meiner Lebensaufgabe, falls es soetwas überhaupt gibt.
Bei Hermann spüre ich: Er ist angekommen! Und das trotz vieler Kämpfe und Schicksalsschläge, die er in seinem Leben erleiden musste. Und vielleicht bin ich auch ein wenig neidisch auf ihn, sein erfülltes Leben und seine Schreibe. Auf jeden Fall inspiriert er mich, weiter zu machen.

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