Mittwoch, 25. September 2013

Zum Schweigen verurteilt?

Ich habe es geahnt und auch gefürchtet: Wir Psychos finden kein Gehör! Mein Pamphlet zum Thema Inklusion hat keinerlei Echo ausgelöst und ist von allen, die es bekommen haben, totgeschwiegen worden.
Woran liegt das? War ich vielleicht zu naiv, als ich dachte, dass ich als Einzelperson Institutionen mit meinen Gedanken zum Nachdenken bringen könnte? War mein Duktus zu polemisch und unausgereift, sodass meine Gedanken und meine Intention nicht zur Geltung gekommen sind? Oder ist es einfach das Desinteresse der Institutionen gegenüber Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die sich aus ihrer Sicht gefälligst aus der Politik und dem gesellschaftlichen Engagement rauszuhalten haben?
Auf jeden Fall ist es verletzend und ungeheuer frustrierend, wenn selbst Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Vereine mit dem Schwerpunkt Politische Behindertenarbeit es nicht für nötig erachten, sich mit den Gedanken und Ideen der eigentlich Betroffenen im offenen Dialog auseinanderzusetzen und es statt dessen vorziehen, über diese Menschen zu sprechen und zu urteilen.
Bin ich dazu verurteilt, als Teil einer zum Schweigen verdammten Minderheit tatenlos dabei zuzusehen, wie unsere Bedürfnisse und berechtigten Anliegen einfach ignoriert und beiseite geschoben werden? Sind wir tatsächlich so unbedeutend und für unsere ach so tolerante Gesellschaft so unwichtig, dass man uns eine Stimme und Gehör verweigern kann?
Ich bin mir noch nicht sicher, welche Lehren ich aus diesen fehlenden Reaktionen und der daraus sprechenden Ignoranz zu ziehen habe. Aber ich weiß, dass ich es nicht tatenlos hinnehmen werde!


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