Montag, 19. August 2013

Mehr Toleranz

Wir haben ein Problem mit dem "Anderssein".
Abweichende Hautfarbe, Sprache, Kultur und Behinderung- eben alles was von unseren über die Jahrhunderte gewachsenen Normen und Vorstellungen der "Normalität" abweicht, wird kritisch bis zynisch beäugt, bestenfalls bestaunt und kategorisch abgelehnt.
Die UN Menschenrechts- und Behindertenrechtskonvention sprechen eine klare und unmissverständliche Sprache: Die Ausgrenzung und Diskriminierung fremder und benachteiligter Menschen ist weder zeitgemäß noch berechtigt. Statt Ausgrenzung und Isolation der "Anderen" geht es um Integration und Inklusion (also Einbeziehung) aller Menschen in das politische, wirtschaftliche und sozio-kulturelle Miteinander.
Es bedarf nur geringer Vorstellungskraft um sich zu vergegenwärtigen, man selber wäre in der Position des Ausgegrenzten und Diskriminierten und würde insbesondere emotional das durchmachen, was sie tagtäglich erleben und erleiden müssen.
Insbesondere staatlich beaufsichtigten Institutionen wie Ämtern und Behörden kommt hier eine besondere Vorbildfunktion und Verantwortung zu, denn schließlich sind beide Konventionen von der gewählten Regierung unseres Landes unterschrieben und vom gewählten Parlament mehrheitlich ratifiziert, also in Kraft gesetzt worden. Es liegt also auch in staatlicher Hand, mit wieviel Engagement und politischem Willen diese Konventionen umgesetzt werden, und wieviel Beachtung sie in der Öffentlichkeit finden. Publikumswirksame Statements in die Kamera gesprochen, und medial begleitete Eröffnungen von integrativen Kindergärten oder Schulen reichen da längst nicht aus, um eine tiefenwirksame und andauernde Veränderung im Miteinander von unterschiedlichen und verschieden begabten Menschen zu erreichen. Ich glaube, ich habe da eine Aufgabe gefunden...

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