Sonntag, 11. August 2013

Düsternis

In der eigenen Dunkelheit- Verelendung der Seele.
Kein Tageslicht, nur Düsternis und
felsbrockenschwere Relikte der Vergangenheit.
Erinnerungen überfluten unaufhaltsam das Reservoir des Positiven-
kein Platz mehr für das Gute.

Es ist scheißegal, wie man es nennt,
denn Depression ist nur ein fehlerhafter Name
für Unaussprechliches, Nichtbeschreibbares
und namenloses Grauen aus den eigenen Abgründen.

Das eigene Bild ist zum Zerrbild mutiert.
Keine Hoffnung auf Veränderung und
auch keine Kraft, ein Ende zu setzten.

"Das wird schon wieder" ist ein Totschlagargument
der Unwissenden, die ihre eigene Hölle nicht kennen
und sich trotzdem anmaßen, urteilen zu können.

Natürlich "wird es wieder"; aber weder gut noch schlecht,
sondern irgendwie, solange sich das Selbstbewusstsein
in die innere Emigration geflüchtet hat und sich nur manchmal
und von Jahrzehnten entmutigt, für einen kurzen Moment
schamhaft blicken lässt.

Was bleibt, ist der Moment, in dem sich
die Sprache wiederfindet und Worte sich formen lassen,
in der trügerischen Hoffnung,
sie könnten es leichter werden lassen...






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