Dienstag, 4. Juni 2013

Depression

Wie schwere Ketten im Nebel
legt sich die Depression auf die Seele-
bringt sie zum Erstarren und friert sie ein.

Keine Regung mehr ist möglich und
alles zieht an ihr vorbei.
Sie ist zum tatenlosen Zuschauen verdammt,
spürt nur grenzenlose Müdigkeit
ist ohne Hoffnung.

Die Ketten lasten schwer auf ihr
und der Nebel erschwert die Sicht.
Morgen, Übermorgen-
unendlich weit entfernt, unerreichbar.

Türklingel und Telefon
werden zu Totfeinden
und bei jedem Laut verflucht.

Nur die unendliche Stille ist erträglich.
Das Hineinlauschen in den eigenen Abgrund
versöhnt mit Unzulänglichkeiten
und der tiefempfundenen Schuld der Unvollkommenheit.

Und irgendwann tauchst du wieder auf und
hast das tiefe Tal
unversehens, unbemerkt durchschritten-
bist wieder da, ohne zu wissen, warum.

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