Dienstag, 16. April 2013

Bestandsaufnahme

Die letzten Wochen haben mich geschafft...
Ich bin am Ende meiner Kräfte,
bin dünnhäutig, reizbar, aufgewühlt.
Das ist nichts Ungewöhnliches, wird doch
mein Leben grade durchgewirbelt
und auf den Kopf gestellt.

Mit Mitte Vierzig sollte man
die Stürme des Lebens eigentlich
hinter sich gelassen haben
und angekommen sein-
reif und erwachsen und so.

Statt dessen Chaos in Kopf und Herz
und ich ballere wild durch die Gegend.
Ich glaube man nennt das friendly fire
und es tut mir genauso weh, wie denen die es trifft.
Dabei schafft es nicht mal Erleichterung und
lenkt auch nicht von meiner Trauer ab.

Mir wird gesagt, ich dürfe außer mir sein-
angesichts der Ereignisse.
Aber eigentlich möchte ich statt dessen
viel lieber in mir sein,
meine Gefühle kanalisieren,
etwas Sinnvolles aus ihnen machen.

Währenddessen versuche ich krampfhaft und vergebens
nach außen die Fassade aufrecht zu erhalten,
irgendwie zu funktionieren, mir keine Blöße zu geben
und keine Angriffsfläche zu bieten.
Das kostet wahnsinnig viel Kraft
und ist nicht wirklich hilfreich.

Es heißt, die Zeit heilt alle Wunden,
aber auch Narben können
ein Lebenlang schmerzen...



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