Mittwoch, 17. April 2013

Begrifflichkeiten

Ich habe Angst vor den unausweichlichen Veränderungen...
Erlebe zum allerersten Mal das Gefühl des totalen Verlassenseins,
bewege mich wie durch dichten Nebel und muss mich
zu allem, was ansteht, mit Gewalt zwingen.
So viel zu Tun, so wenig Kraft...

Auch Aggression kann eine Form von Trauer sein,
ein sinnloses Aufbegehren gegen das Unausweichliche
und ungefilterte Wut gegenüber denen,
die sich ohne Vorwarnung davongeschlichen haben.

Natürlich sagt die Vernunft: Es war ihre Zeit
und sie waren alt und gebrechlich; hatten ihr Leben gelebt.
Aber was Mensch fühlt, kann die Vernunft nicht vorschreiben.

Bislang waren Begriffe wie Verlust oder Trauer
eher ein Abstraktum für mich, etwas,
das Anderen widerfährt
und mit dem ich mich nie auseinandersetzen musste.
Wenn ich darüber schreibe, dann finde ich
halbwegs passende Worte und Begrifflichkeiten-
soll ich darüber sprechen, dann fehlen die Worte,
oder fühlen sich falsch und formelhaft an- unzureichend.

Also ist Schweigen besser?








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