Samstag, 9. März 2013

Eine Art Resüme

Seit Tagen starre ich
den leeren Bildschirm an
und bin genauso leer wie er.
Zig Gedanken kreisen in meinem Kopf
und lassen sich nicht einfangen,
bilden ein wirres Muster
das ich nicht durchschaue.
In den letzten Monaten
habe ich sehr viel geschrieben-
mich ausgekotzt
und Vieles in Worte gegossen
was lange Unaussprechlich war.
Es war ein stetiger Prozess
der Aufarbeitung, des Ver-arbeitens,
des Schweigenbrechens nach Jahrzehnten.
Ich habe versucht,
gegen meine Ängste
und meine Unsicherheiten
meine Krankheit anzuschreiben-
Wirres in Worte zu fassen...
Und trotzdem holt mich Vieles
immer wieder ein und weigert sich,
mich loszulassen.
Immer wieder werde ich eingeholt
von Bindungs- und Verlustängsten.
Es genügt schon ein kleiner Hauch,
ein vager Gedanke
und innerlich zitternd sitze ich da,
unfähig, mich aufzuraffen.
Und DAS ärgert mich maßlos,
immer wieder in Hilf- und Ziellosigkeit
zurückgeworfen zu werden, Ohnmächtig zu sein.
Es gibt Menschen,
die bewundern meine Offenheit, meine Ehrlichkeit
und wissen nicht, wie hart erkämpft
und kräftezehrend das ist.
Ich weiß, dass ich mit Worten, mit Sprache
gut umgehen kann und natürlich
gibt mir das ein gewisses Maß an Zufriedenheit
und vielleicht sogar ein wenig Stolz.
Aber Sprache allein verändert nicht.
Und mit Worten lässt sich viel verschleiern,
gerade dann, wenn sie überlegen sind
und ein wohlvertrautes Werkzeug.
Manchmal lässt sich mit ihnen mehr verstecken
als das etwas preisgegeben wird.
Die Maske, die Fassade sind immer noch intakt
und schieben sich von mir oft unbemerkt
vor meinen inneren Abgrund aus bodenloser Angst.
Niemand soll merken,
wie einsam und unsicher ich in Wirklichkeit bin
und wie unsagbar schwer mir
das menschliche Miteinander fällt,
auch wenn ich es gleichzeitig schmerzlich vermisse
und mich eigentlich nach nichts mehr sehne.
Und je älter ich werde,
umso schwerer fällt es,
diesen Teufelskreis zu durchbrechen
und offensiv
mit all den alten Narben und Wunden umzugehen.
Aber noch bin ich nicht tot
und so ist da noch
ein kleiner Funken Hoffnung
der mich weitermachen lässt...


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