Mittwoch, 27. März 2013

Auflösung

Das große Trara ist vorbei...
Heute betroffenes Händeschütteln und
gemurmelte Beileidsbekundigungen-
Nur mühsam verdeckte Rat- und Sprachlosigkeit...
Das rituelle Salbadern des Priesters-
inhaltsleere esoterisch verbrämte Nichtigkeiten...
Was bleibt, sind Trauer und Leere
und die Notwendigkeiten des Alltags.
Wir werden die Wohnung der Eltern auflösen
und all ihre über die Jahrzehnte gesammelten Besitztümer
in alle Winde verstreuen...
Das ist so pragmatisch und nüchtern
angesichts der Geschichte mancher Gegenstände
aus einer über sechzigjährigen Ehe.
Verscherbeln, verschenken und vielleicht
ein kleines Andenken für die eigene Wohnung
die dann in ein paar Jahrzehnten
wohl auch irgendwann entrümpelt wird
mit ihrer ganzen Geschichte und
dem Vergessen anheim fallen wird,
wie das Leben meiner Eltern...

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