Mittwoch, 19. Dezember 2012

Rückblick, Ausblick...Durchblick?

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit flimmern so ungezählte wie unselige Jahresrück- und Vorblicke über die Bildschirme der Nation und fühlt sich die Elite des Feuilleton berufen, Ähnliches sorgfältig gesetzt in Umlauf zu bringen. Doch einmal abgesehen von dem Umlauf und der Befriedigung persönlicher Eitelkeiten- was bringt es, sich mehr oder minder analytisch und/oder geistreich mit dem (noch nicht) vergangenen Jahr auseinanderzusetzen und vielleicht sogar eine vermessene Prognose für das Kommende zu wagen?

Man verzeihe mir meinen Zynismus, aber abgesehen von spitzfindigen politischen Prognosen und einer mehr oder minder ausführlichen und subjektiven Zusammenschau der Ereignisse, ist das Ganze nichts anderes als intellektuelle Kaffeesatzleserei ohne weiteren Nutzen.

Wenn Menschen zum Jahresende ein persönliches Resümee ziehen und sich Gedanken über mögliche Konsequenzen für das kommende Jahr machen, dann ist das ein Akt der Besinnung und Reflexion, der ihnen vielleicht hilft, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und sich zukünftig mehr auf das Wesentliche fokussieren zu können. Das ist hilfreich und sinnvoll, solange man sich nicht durch zu viele "gute Vorsätze" gleich wieder Betonschuhe anzieht.

So ist dieser Text auch eine Art Jahresresümee und Ausblick- ohne den elitären Anspruch auf omnipotentes Wissen, sondern eher in dem sicheren Bewusstsein, verdammt subjektiv zu sein.


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