Samstag, 18. August 2018

Tage


Manchmal hab ich meine Tage
und bin dann ne echte Plage
Was ich dann auch noch so sage
und zuvor zu denken wage…

Du bist dann von mir genervt
Deine Sprache auch verschärft
was dann noch viel mehr belastet
Beide sind wir überhastet

Stürze in ein dunkles Loch
spüre unterdessen noch
dieses altbekannte Joch
Besserung alsbald jedoch

Schäme mich ob meiner Stimmung
Komme langsam zur Besinnung
Und mein Denken es wird lichter
Werde wieder zu nem Dichter

Der mit klareren Gedanken
Trübsal weist in ihre Schranken
aufsteht ohne noch zu schwanken
um sich bei dir zu bedanken


Denkweisen

Nicht immer bilden die eigenen Gedanken
das Hier und Jetzt ab
sondern mischen sich 
mit irrationalen Gefühlen

Was wir dann denken
basiert nicht auf der Wirklichkeit
sondern entspringt 
häufig unserer verzerrten 
Wahrnehmung aus der Vergangenheit

Dennoch halten wir das oft für wahr
lassen uns davon mitreißen
und in unseren Handlungen
davon beeinflussen

Dadurch schaffen wir uns eine neue Realität
denn unsere Handlungsweise
bewirkt immer Reaktionen
die diese Denkweise bestätigen
manchmal mit fatalen Folgen

So erschafft jeder Gedanke neue Wirklichkeiten
und es gilt zu lernen
den Gedanken im Moment seines Entstehens
darauf zu prüfen ob wir dieser Wirklichkeit
tatsächlich Wirkmächtigkeit verleihen wollen

Lenke ich meine Gedanken bewusst auf das
was ich in meinem Herzen wirklich möchte
und bleibe dabei im Hier und Jetzt
dann bestimme ich genauso bewusst
welche Richtung mein Leben nimmt










Freitag, 17. August 2018

Einblicke und Erkenntnisse

In den letzten Tagen durfte ich (mal wieder) die Erfahrung machen, dass meine innere Entwicklung nicht linear verläuft. 

Obwohl ich mich seit mehreren Monaten regelmäßig in Meditation übe, kommen zur Zeit immer wieder sehr starke und unangenehme Gefühle an die Oberfläche, denen ich im Moment nur wenig entgegensetzen kann: Es sind eine sehr große innere Unruhe und das paradoxe Gefühl, einerseits Ruhe zu benötigen, aber andererseits alle meine Ideen auf Einmal umsetzen zu müssen. Ich fühle mich von meiner Kreativität getrieben und gleichzeitig gehemmt. 

Die Folge davon: Ich ärgere mich über mich selbst und meine fehlende innere Disziplin und Ordnung, von denen ich fälschlicher Weise angenommen hatte, sie seien schon viel ausgeprägter und in mir wesentlich fester verwurzelt.

Wenn ich an einem Projekt arbeite, befinde ich mich in einem fast kontemplativen Zustand äußerster Konzentration und Inspiration. Die Ideen bündeln sich in meinem Geist und ich bringe sie mühelos und freudig zu Papier. Ich genieße dankbar meine Schöpferkraft und vergesse alles um mich herum. 

Ist das Projekt dann aber abgeschlossen, erfasst mich eine innere Unruhe und ich sehne mich zurück nach diesem Gefühl der gezielten und geordneten Inspiration. Und es gelingt mir (noch) nicht, sie in meinen Alltag hinüber zu retten. Das ist frustrierend!
Wenn ich genauer hinschaue, erkenne ich, dass die eingangs beschriebenen Gefühle Teil meiner Vergangenheit sind. 

Sie gründen sich auf traurigen und enttäuschenden Erfahrungen aus meiner Kindheit und Jugend, als mir von meinen Eltern auf sehr einprägsame Weise vermittelt wurde, dass ich nicht genüge und nur wertvoll bin, wenn ich etwas Außergewöhnliches leiste. Diesem Anspruch wurde ich naturgemäß nur allzu selten gerecht, sodass ich im Grunde genommen durchgehend die Erfahrung machte, wertlos zu sein.

Heute hingegen weiß ich und habe immer wieder die so beglückende, wie befreiende Erfahrung gemacht, dass ich ein wertvoller Mensch bin, mit einer wundervollen Begabung und einer großen, nahezu unbegrenzten Schöpferkraft. Aber es reicht anscheinend nicht aus, etwas zu wissen, so lange es nicht wirklich verinnerlicht und ein fest verankerter Bestandteil meines Selbst ist. Ich genüge mir selbst gegenwärtig nur dann, wenn ich etwas erschaffe. Nur so fühle ich mich vollständig und wirklich selbst- bewusst.

Was also ist zu tun? In der Meditation lerne ich ganz allmählich, alles was ist, wertungsfrei und mit innerer Gelassenheit anzunehmen, ohne mich darauf zu konzentrieren und Energie darauf zu richten. 

Zu meditieren, bereitet mir große Freude und ich bemerke, dass ich mich dadurch schon sehr deutlich verändert habe. Ich bin viel gelassener und achtsamer geworden und fühle mich selbst körperlich viel gesünder und agiler als früher. Und ich werde im Alltag immer wieder damit konfrontiert, dass es in meinem Leben vor allem um Geduld geht. 

Demzufolge hat mein Leben, so wie es jetzt ist, und mit all der vielen Zeit, die ich zur Verfügung habe, durchaus einen tieferen Sinn. Ginge ich einer regulären Arbeit nach und hätte ich eine Familie, wer weiß, wo ich heute in meiner inneren Entwicklung und in meinem Leben stünde. Sehr wahrscheinlich hätte ich gar nicht die Zeit, diesen Themen so viel Aufmerksamkeit zu widmen. Aber es wäre auch nicht mein Leben, das ich mir selbst genauso ausgesucht habe, wie es jetzt ist.

Ich habe mir ein Leben ausgesucht, das eher nach Innen gerichtet ist und auf bewusste geistige Entwicklung in allen Bereichen. Zu dieser geistigen Entwicklung gehört auch, mich in Geduld zu üben; ins Besondere auch in Bezug auf mich, mit allem, was mich als Individuum ausmacht.


Das ist nicht immer leicht; vor Allem dann, wenn ich, so wie im Moment, mit innerer Unruhe und Unzufriedenheit zu tun habe. Denn es gilt, diese Gefühle mit ganz viel Geduld zu integrieren und zu transformieren. Es bleibt also spannend!







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Stolpersteine

Immer wieder gibt es im Leben Stolpersteine
an denen wir uns verletzen können
wenn wir nicht achtsam sind

Bei mir sind es immer wieder alte Themen
wie Verlustangst
Wut und Ratlosigkeit
mit denen ich konfrontiert werde

Achtsam mit ihnen umzugehen
ihnen liebevoll zu begegnen
sie in Stärke Mut und Selbstbewusstsein umzuwandeln
ist wohl meine Aufgabe

Nicht nur zu erkennen wohin mein Weg mich führt
sondern ihn auch entschlossen und mit innerer Ruhe zu gehen
verwandelt die Stolpersteine
in Erfahrungsreichtümer einen Lebensschatz

Finde und lebe ich Ruhe im Inneren
erfahre ich sie auch in der Außenwelt
in meinen Begegnungen
denn das Innere spiegelt sich im Außen

Und manchmal braucht es eben Wiederholungen
bis ich wirklich begriffen habe
worauf es in meinem Leben ankommt


Mein neuer Artikel im Compassioner ist online!

"Schattenarbeit und Seelenfrieden" lautet der Titel meines neuen Artikels für den "Compassioner". 

Was "Schatten" eigentlich sind und warum es ein Akt von Selbstliebe ist, sich mit ihnen zu beschäftigen, erfahrt ihr hier:

Schattenarbeit und Seelenfrieden

Mittwoch, 15. August 2018

Unruhe und Gleichgewicht

Manchmal will ich alles auf einmal
verzettele mich in meinen Ideen und Visionen
werde ungeduldig und unruhig

Dann bin ich gereizt
unausgeglichen
nicht mehr im Fluss
und alles bereits Erreichte
wird skeptisch hinterfragt

Aber wer hinterfragt?
Bin das wirklich ich
oder ist es ein Teil meiner Vergangenheit
den ich noch nicht integriert habe?

Denn wenn ich wirklich ganz bei mir bin
im Hier und Jetzt
dann ist da keine Ungeduld
keine Unruhe
sondern die Gewissheit
dass alles gut ist

Alles ergibt sich und gelingt
genau im richtigen Augenblick
wenn ich mir vertraue
meinen Stärken
meiner inneren Stimme

Ungeduld und Unruhe
sind schrille Stimmen Relikte aus der Vergangenheit
Aber die Stimmen der Gegenwart
sind friedlich und verheißungsvoll

Es kommt darauf an
unterscheiden zu lernen
und der Stille mehr zu vertrauen
als dem Lärm

Dann ist auch wieder
alles im Gleichgewicht