16. Juli 2019

Nachgedacht

"Warum glaubst du dir selbst nicht?" Mit dieser scheinbar so einfachen Frage ist ein Konflikt auf den Punkt gebracht, der mich, ohne dass ich es bemerkt habe, schon seit geraumer Zeit begleitet und der immer wieder dazu führt, dass ich mich selbst in Frage stelle und unter Druck setze.

Wie glaub-würdig bin ich für mich selbst und wie sehr vertraue ich mir? Und: Bin ich mir selbst gegenüber wirklich ehrlich? Viel zu selten stelle ich mir diese Fragen-wohl aus Angst davor, mir eingestehen zu müssen, wie sehr ich noch am Anfang meines Weges stehe und wie viel Arbeit an mir selbst noch vor mir liegt.
Mir selbst glauben und von mir selbst überzeugt sein: davon, dass ich tatsächlich auf dem richtigen Weg bin und das Richtige tue. 
Genauso wie davon, dass ich, so wie ich bin, genau richtig bin und keiner permanenten Korrektur oder Anpassung an die Wünsche und Bedürfnisse anderer Menschen bedarf. 

Einer meiner Leitsätze lautet: "Ich bin mir selbst genug!" Und ein weiterer: "Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben!" Auf den ersten Blick mag das nach blankem Egoismus oder nach Egozentrik klingen. Aber bei genauerer Betrachtung geht es darum, mit sich selbst, dem eigenen Leben und den selbst gewählten Zielen völlig übereinzustimmen, ohne jeden Zweifel. Denn letztendlich bin ich derjenige, der dieses Leben lebt, es eigenverantwortlich gestaltet und damit zufrieden sein muss. 

"Ich bin" ist dabei DIE Formel, die mich immer mehr dazu führt, dies alles zu erkennen und nach und nach auch zu verinnerlichen. Mit immer mehr Geduld, Klarheit und Gelassenheit.

5. Juli 2019

Nachdenken über Geduld und Gelassenheit

Immer wieder werde ich darauf gestoßen, dass es mir in bestimmten Situationen an Geduld und an Gelassenheit mangelt. Ich werde unruhig, angespannt, und verliere den Überblick über die Situation. 

Das ist weder für mich noch für mein Gegenüber leicht auszuhalten. Und mich plagen regelmäßig Schuldgefühle, wenn ich die Rückmeldung bekomme, dass ich mit meiner Ungeduld dem Anderen "auf den Senkel" gehe. 

Die Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang immer wieder stelle lautet: Warum fällt es mir in bestimmten Situationen, bzw bei bestimmten Menschen so unendlich schwer, die Qualitäten "Geduld" und "Gelassenheit" zu leben, während es mir in anderen Konstellationen überhaupt keine Mühe bereitet, ich nicht einmal darüber nachdenken muss?

Gelassenheit ist eine Qualität, die Dinge entspannt so an- und hinzunehmen, wie sie gerade sind, ohne sie zu hinterfragen oder unwillkürlich zu bewerten. Und Geduld beinhaltet das unbedingte Vertrauen darauf, dass sich alles zum rechten Zeitpunkt und ohne jeden Zweifel zum Guten wenden wird, so, dass es für mich in jedem Fall genau richtig ist.

Es ist menschlich, Zweifel zu haben und gelegentlich ungeduldig zu sein. Aber wahre und tiefe Liebe und Verbundenheit kennen weder Zweifel, Ungeduld, noch Misstrauen. Denn sie sind frei, geduldig, vertrauend ohne jeden Vorbehalt, und vor allem frei-lassend

Manchmal neige ich dazu, in Bezug auf mich und meine Entwicklung zu viel auf Einmal zu wollen und zu erwarten, mich unwillkürlich unter Druck zu setzen. So zeigen sich auch hier wieder Ungeduld und mangelndes Vertrauen in mich und meine Konsistenz. 

Ein leuchtendes Beispiel für wahrhaft gelebte Geduld und Gelassenheit ist meine große Liebe. Immer wieder weist sie mich liebevoll darauf hin, wenn ich "am Rad drehe", währenddessen sie tatsächlich die Ruhe selbst ist und den Überblick behält. Dafür bewundere ich sie sehr; wie auch dafür, dass mir gegenüber so unendlich geduldig ist und mir meine Schwächen mit ganz viel Großmut verzeiht. 

So werde ich mich weiterhin geduldig (!) in Geduld und Gelassenheit üben. Jeden Tag aufs Neue, bis ich es tatsächlich verinnerlicht habe.



1. Juli 2019

Neues aus der Schreibwerkstatt

Ein weiteres Projekt ist in Vorbereitung: Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen, meinen Gedichtband "So wie Du bist" zu überarbeiten, mit einem neuen, schöneren Cover zu versehen und demnächst neu aufzulegen.

Hier schon einmal ein erster Entwurf: 

14. Juni 2019

VORANKÜNDIGUNG

In den nächsten Monaten wird ein neuer Gedichtband von mir mit dem Arbeitstitel "Entwicklungsstufen" (wie mein Blog!) erscheinen!
In ihm versammeln sich autobiografische Gedichte aus den letzten zwei Jahren, in denen ich mich mit meinem inneren Reifungsprozess und meiner Entwicklung auseinandergesetzt habe. In gewisser Weise stellt er damit eine Fortsetzung meines Gedichtbandes "Zwischen den Zeilen" dar, den Ihr übrigens für 7,90€ + 1,45 Porto und Verpackung direkt bei mir über kontakt@schriftstellerei-eckhardneuhoff.com bestellen könnt!

11. Juni 2019

Aus meiner Meditationspraxis

Seit über einem Jahr bildet das regelmäßige Meditieren einen festen Bestandteil meines alltäglichen Lebens. Jeweils am Morgen und am Nachmittag nehme ich mir bewusst Zeit und gehe in die Stille. 

Seitdem ich Meditation praktiziere, hat sich vieles verändert: Ich bin wacher und bewusster geworden und nehme meine Gefühle viel klarer und differenzierter wahr, als zuvor. Auch meinen Körper spüre ich viel feiner und intensiver als früher. Ich bin mir meiner selbst insgesamt viel bewusster geworden.

Eine weitere sehr schöne Auswirkung der Meditation ist, dass es mir inzwischen gelingt, meine Gedanken und Gefühle ganz bewusst und willentlich in eine bestimme Richtung zu lenken. Auch nehme ich mein Denken auf ganz andere und Weise wahr: Ich kann meine Gedanken beobachten und auf diese Weise ihre Muster erkennen und, wenn nötig, auch durchbrechen.

Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, jeweils über einen längeren Zeitraum über ein bestimmtes Thema zu meditieren. Den Schwerpunkt dabei bildet die Meditation über das "Ich bin", in den verschiedensten Varianten. In der Regel am Nachmittag befasse ich mich dabei mit bestimmten Qualitäten, die ich fest in mir verankern möchte: "Ich bin Liebe", "Ich bin Fülle", Ich bin Güte", "Ich vertraue".

Am Morgen dagegen geht es mir darum, die Facetten des "Ich bin" mir immer tiefer und vollständiger zu erschließen und sie mir immer bewusster zu machen: "Ich bin", Ich bin Ich", Ich bin der Ich bin". 

Wenn ich über diese Sätze meditiere, dann empfinde ich Momente größter Klarheit, Weite, Wärme und Wahrheit in mir. Es fühlt sich so an, als ob sich in mir der Raum ausdehnt und sich mit einer tiefen Gewissheit und mit Frieden erfüllt. Dann sind Raum und Zeit eins. Und tiefe Dankbarkeit breitet sich in mir aus. Ich werde und lebe immer bewusster.